onMouseOver

Dinge, die man kennen lernt, wenn man nach einiger Zeit den Werbeblocker mal ausschaltet:

DriveNow bremst onMouseOver
DriveNow bremst onMouseOver

Am Fuß der gerade gelesenen Seite wirbt zunächst Microsoft für… (schon weggeklickt) mit einem Overlay über das, was ich gerade lesen will. Sekunden später fährt ein BMW X1 der mir durch vertrauensvolle Nutzung vertrauten Firma DriveNow von rechts nach links über den Seitenfuß und schleppt die ganze Stadt ein Werbebanner hinter sich her. Und das Spielkind in mir freut sich, dass es den BMW mit dem Mauszeiger (wg. Screenshot-Einstellungen nicht im Bild zu sehen) anhalten kann, und dass dabei die Bremslichter aufleuchten (s. Bild).

Schön. Zeit, den Werbeblocker wieder einzuschalten.

8 Gedanken zu „onMouseOver“

  1. Ich bin manchmal mit dem Testbrowser Chrome unterwegs und dann auch überrascht, was mittlerweile alles getan wird, um das Lesen auf einer Website zu verhindern. Arm der, der sich für solche Sites Usability-Gedanken machen muss 😉

    • Ich stelle mir dabei vor, wie diese Art von Werbung („Beachte mich – und sei es durch Wegklicken -, oder ich versperre dir den Weg zu dem, was du eigentlich suchst“) auch in anderen Medien ausprobiert würde: Anzeigen, die ich erst wegrubbeln muss, bevor ich die Spiegel-Titelgeschichte lesen kann, oder Werbespots, die sich über den Film im TV legen, während der Film weiterläuft – würde sich doch kein Mensch gefallen lassen.

      Überhaupt – aber das bin vielleicht auch nur ich – wundere ich mich, dass die werbetreibende Wirtschaft schon seit Beginn des kommerziellen Fernsehens glaubt, aufgezwungene Werbung, z.B. in Werbepausen, sei wirksam. Bei mir ruft sowas immer die gegenteilige Wirkung hervor.

  2. Interessant beim Fussballgucken auf Sky in großen Gaststätten. Mein Eindruck: Werbung davor und in der Halbzeit wird kaum wahrgenommen. Da ahne ich, wieviel Geld in den Sand gesetzt wird für Werbung gegen die Wand, auch weil man glaubt, der Mensch muss für sein Glück penetriert werden, sonst merkt er nicht, welches Produkt besser ist.

    Abheben könnte sich eine Firma z.B. indem sie publik macht, dass sie keine Werbung mehr bei den Privaten schalte, da sie sich gegen die Penetration entschieden hätte. Schließlich gebe es genug Möglichkeit, positiv auf sich und das neue Produkt aufmerksam zu machen. 😉

    • Und doch glaube ich nicht, dass all diese Fantastilliarden wirklich in den Sand gesetzt werden – oder, in der Zeit von schwerer messbaren Ergebnissen – gesetzt wurden. Wahrscheinlich ist es tatsächlich so, dass Menschen, die zum Werbunggucken gezwungen werden, auch Wirkung zeigen – und das nur ein kleines gallisches Dorf von Werbungsallergikern noch Widerstand leistet.

  3. Hallo,
    habe den Artikel gerade in meinem Feedreader gesehen und dachte mir das das Interessant wäre mal einen Cross-Post zu machen. Hier macht sich ein Blogger Gedanken über Debian und Adblock aber lest selber:
    http://do-s.de/was-soll-das-debian-wheezy-mit-werbeblocker
    Ihr habt hoffentlich Verständnis, wenn ich hier nicht noch mal schreibe was ich zu Dominik geschrieben habe.
    Viele Grüße Spinnenhaut

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