OMG!!

OMG: I’m starting using FaceBook for Email. And I’m starting saying „OMG“. Turning into a 15yo girl now???

So twitterte der Alte Zausel™ in der heutigen Mittagspause. Und schon zeigt sich das Elend in all seiner schillernden Hässlichkeit. Ein Mann von bald 50 Jahren, der es der Welt einfach schuldig ist, langsam mal erwachsen zu werden, nutzt seinen Facebook-Account, um damit an einen anderen, ebenfalls nicht mehr ganz jungen Mann eine Mail zu schicken – also etwas, was man genausogut auf der Kommandozeile hätte erledigen können, wenn wir mal ehrlich sind. Und dann nutzt er ausgerechnet Twitter, und sich selbst an den Pranger zu stellen??

Es wird ja noch schlimmer, geneigtes Publikum. Gerade eben lud sich besagter Zausel auch noch Flock herunter, den Social Web Browser auf Feuerfuchs-Basis. Was ist passiert?

Es ist ja nicht so, dass ich den Behörden die Vorratsdatenspeicherung missgönne, weil ich sie lieber selbst betreibe (auch wenn es ganz diesen Eindruck macht). Ich habe nur genau einen Satz zuviel über den ganzen 2.0-Social-Klimbim gelesen und muss es jetzt unbedingt und ohne Verzug ausprobieren. That’s why.

Die etwas seriöseren Dienste Xing und LinkedIn haben den Anfang gemacht. Meine Kontaktliste auf Xing hat mich überzeugt, dass ich doch nicht alleine auf dieser Welt bin. Bei LinkedIn habe ich seit 2004 einen Account und nutze ihn jetzt, Ende 2007, auch mal. Ähnlich sieht es mit meinem Plazes-Account aus – die dreistellige Mitgliedsnummer beweist es. Xing und LinkedIn dienen professionellen Zwecken und werden auch so genutzt. Plazes – nun ja, anfänglich beeindruckte mich die Technik dahinter, und seit man sich manuell platziert, kann man wenigstens nett vor sich hin lügen.

Aber Facebook? Twitter?? „Turning into a 15yo girl now???“

Es ist schon erstaunlich, wieviele ältere Herren (also sagen wir: über 30) ich auf Anhieb bei Facebook wiedergefunden habe. Und die sehen sich jetzt wie ich vor der Aufgabe (oder auch nicht), ihren Spieltrieb – denn der wird bei beiden Diensten außerordentlich bedient – mit ihrem Selbstbildnis als informationell verantwortungsbewusste Netzbürger in Einklang zu bringen. Mein Spieltrieb hat zumindest zeitweise das Kommando übernommen.

Dass ich jetzt an meine verstorbene Mutter denken muss, ist kein Zufall, denn sie sagte mir wiederholt, im letzten Jahrhundert, als ich noch klein war, dass jedes überflüssig gesprochene Wort im Himmel verzeichnet und am jüngsten Tag gegen einen verwendet würde. Twitter & Co. sind wohl schuld daran, wenn Petrus jetzt auf v2.0 aktualisiert und (vor allem) skaliert werden muss.

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