Ohne Netz und doppelten Boden – Ein Nachtrag

Um schlimmeres zu vermeiden, sehe ich mich seit Jahren als „Netzbürger“ und etikettiere damit alles, was ich im Netz so treibe, unabhängig vom jeweiligen Sinngehalt. Umso interessanter ist für mich, was eigentlich bleibt, wenn der Netzbürger sich selbst das Netz entzieht.

Doch, das kommt vor. Wochenweise, wenn der Netzbürger – wie im letzten Sommer – in einer wunderschönen Gegend ohne echten Netzanschluss Urlaub macht, tageweise, wie in den letzten Tagen, wo ich das Netz einfach mal hinter mir gelassen habe. Dabei hatte ich das MacBook sogar dabei, war in einem Haushalt mit DSL (auf dem platten Lande – es gibt also doch Fortschritt) zu Gast. Dennoch: MacBook und hauseigener Windows-Rechner blieben von mir unberührt (mit der Ausnahme von kleinen Servicearbeiten für die Gastgeberin). Leben 2.0 wurde zu Leben 1.0, mit Spaziergängen,gutem Essen, Ausflügen und – auch wenn das weniger angenehm war – einer ganz natürlichen Erkältung.

Einzige Ausnahmen: Meine Mail habe ich über das Wunderhenndie überprüft – und festgestellt: Newsletters und Spam – und sonst ganz wenig. Und ein paar Fotos habe ich per Wunderhenndie zu flickr hochgeladen – einfach um zu sehen, wie das am Rande des E-plus-Netzes wohl geht. (Hinweis: Es geht nicht besonders gut.)

Und das wars auch schon. Leben ohne Netz und doppelten Boden? Easy-peasy, wie meine englischsprachigen Kollegen gerne sagen, wenn ich ihnen eine Schulung mit einem neuen Redaktionssystem gegeben habe. Nur meine Mail möchte ich schon gerne haben. Auch wenn es nur Newsletters sind.

Nachtrag zum Nachtrag: Twitter fiel auch weg. Hinterließ keine Lücke. Ist wohl eher was für die Arbeitswelt.

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