Öffentlichkeitsarbeit per Sitzfläche

In ihrer Dreistigkeit schon fast wieder bewundernswert ist die Idee, wie der amerikanische Kabel- und Internet-Provider Comcast (Disclaimer: ich war auch mal Kunde bei denen) den Verlauf einer potentiell unangenehm werden könnenden Anhörung beeinflussen wollte (und auch beeinflusst hat): Man besetzt so viele Sitzplätze wie möglich im Raum mit eigenen Leuten und verdrängt somit per Arschbacken-policy potentielle Kritiker. Und wenn man nicht genügend eigene Leute aufbringen kann, dann mietet man sich eben die Ärsche Leute, wie die Lokalzeitung berichtet.

36 Sitzflächenbesetzer kamen schon Stunden vor der Anhörung und stellten somit sicher, dass 36 Stühle nicht für Mitglieder der Lobbygruppe Free Press zur Verfügung standen.

Comcast steht seit Wochen in der Kritik, weil es vermuteten file sharern unter seinen Kunden den Bandbreitenhahn mehr oder weniger weit zudreht.