Nochwas, SPD…

…wie man es schafft, das Interesse eines altgedienten Fans mit einer neuen Idee zu wecken, das kannst Du Dir ganz wunderbar am Beispiel der norwegischen Softwareschmiede Opera und ihres Browsers, der auch ein Server ist, angucken (und ich wette, vor mir hat noch keiner auf eine derart waghalsige Art und Weise die beiden Themen des Tages in Klein-Bloggersdorf miteinander verknüpft, gelle?).
 
Es war nämlich so, dass ich vor Jahren begeisterter und treuer Nutzer des Norwegerbrowsers war (von Version 3.x bis 9.x, mit der einen oder anderen Unterbrechung), und auch auf dem einen oder anderen Henndie hatte ich einen Opera-Browser. Nun ist der Handgestrickte nach wie vor kein schlechter Browser; Firefox ist aber flexibler, und Safari ist – zumindest subjektiv – schneller und eleganter. Aber die Idee, den Browser zum Server zu machen, cloud computing mal eben von teuren Server-Infrastrukturen abzukoppeln und das Peer-to-Peer-Prinzip so neu aufzupeppen – also diese Idee, liebe Opera-Sänger, hat genügend Bumms, um Opera zumindest vorübergehend wieder auf meinen Rechner zu bringen.
 
Da ist es schon fast egal, dass ICQ – ja, diese komischen Chatfritzen, die schon so lange zu AOL gehören – eine ganz ähnliche Idee schon in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts hatten. Erinnern sich ja nur ganz alte Zausel™ noch daran, und die ICQ-Umsetzung war damals auch wirklich alles andere als ausgereift und schon unter Sicherheitsaspekten ein einziger Albtraum.
 
Nun also du, Opera. Hier im Hause funktioniert das schon ganz prächtig, und morgen werde ich meinen Unite-Serverbrowser mal laufen lassen und gucken, ob ich auch vom Büro aus (Achtungachtung: schwere Firewall-Probleme!) damit zurecht komme.

Via email von Bluelectric ePost