Nicht einfach. Sozusagen schwierig.

Deutsche Strafverfolgungsbehörden haben zehn Server des Anonymisierungsnetzwerks TOR beschlagnahmt, berichten die Geier von El Reg. Das ist schlecht, denn jeder sollte das Recht haben, im Netz unterwegs zu sein, ohne Spuren zu hinterlassen. Dem Bericht eines nicht direkt Betroffenen, der seinen TOR-Server aber trotzdem nach dem Zugriff der Polizei abgeschaltet hat, zufolge geschah die Sache in Zusammenhang mit Ermittlungen gegen Kinderpornografen. Das ist gut, denn Kinderpornografen sollten ihr Unwesen ohnehin nicht treiben, sich aber schon gar nicht hinter Anonymisierern verstecken können.

Und da wird es zweideutig. Einerseits gut, andererseits schlecht. EInerseits pro TOR, andererseits contra Drecksäue. Nicht einfach. Sozusagen schwierig zu entscheiden. Geht es wirklich um Kinderpornografie? Geht es darum, TOR aus anderen Gründen (war on terror, anyone?) zum Schweigen zu bringen – wie die beginnende Diskussion hier andeutet? Oder haben da ein paar übereifrige Staatsanwälte erstmal grundlegend keine Ahnung und kompensieren das mit Aktionismus?

Nicht einfach, eben.