Nice Try

Es geschah im Wonnemonat Mai, im Jahre 2009. Ich meldete mich aus dem Mailverteiler eines Versandhändlers für elektronischen Kram ab und bekam folgende Meldung zurück:

Klar und deutlich, nicht wahr. Und was geschah gestern, am Tag der Deutschen Einheit?

Ich fand eine Mail mit dem Betreff „Status Ihrer E-Mail-Adresse – Wichtige Information“, worin mir lang und breit, vor allem aber lang erklärt wird, man habe da leider im Jahr 2009 (also erst mindestens neun Monate her) ein Problem mit einer „System-Umstellung“ (ja, warum stellt ihr auch die Systeme um – hatten doch gut gestanden an ihrem alten Platz, oder?) gehabt,

…in deren Verlauf leider bei einem Teil unserer Kunden der E-Mail-Status fehlerhaft konvertiert wurde…

weshalb man sich jetzt, mein Einverständnis mehr oder weniger vorausgesetzt, entschlossen habe,

meine Mail-Adresse für SERVICE-Mails freizuschalten, für WERBE-Mails allerdings zu SPERREN.

Aha. Soso.

Die Mail geht dann noch länglich weiter mit der Erläuterung, was eine SERVICE-Mail sei, und was sie von einer WERBE-Mail UNTERSCHEIDE, ‚tschuldigung, unterscheide (die Brüllerei steckt aber auch an!). Wenn ich die Sache richtig verstanden habe, ist eine SERVICE-Mail vor allem eine Bestellbestätigung oder ähnliches im Verlaufe einer Bestellung anfallendes.

Also, liebe Mitarbeiters des vorläufig noch nicht genannt werden sollenden Internetversenders, die Sache ist eigentlich ganz einfach:

Wenn ich von euch nichts hören will, dann will ich von euch nichts hören. Und wenn ich bei euch was bestelle (was allerdings mit dem heutigen Tage gänzlich unwahrscheinlich geworden ist), dann rechne ich natürlich mit Bestätigungsmails, auch ohne dass meine Adresse dafür „freigeschaltet“ wird. In der Zwischenzeit rechne ich aber vor allem damit, dass Adressen, die aus Mailverteilern abgemeldet werden, auch gelöscht werden. Capisce?

Die längliche Mail fand ich übrigens da, wo sie hingehört: in meinem Spam-Ordner. Braves GMail!