Nanu?

Da hatten wir uns (also Sie sich) gerade mal daran gewöhnt (oder auch nicht wirklich), dass bluelectric.org nun auf Englisch stattfindet, mit einem Posterous-Layout daherkommt und auch bei Posterous gehostet ist – und dann ist schon wieder alles anders.

Warum nur, warum?

OK. Hier sind ein paar Gründe:

  1. In meiner Leseliste merke ich es: Klein-Bloggersdorf verändert sich im achten, neunten, zehnten Jahr seines Bestehens gewaltig. Alte Bekannte bloggen (von lobenswerten Ausnahmen abgesehen, die ich aber nicht verlinke, weil es dafür dann doch zu viele sind) weniger oder gar nicht mehr, wandern ab zu anderen Platt- und publizistischen Erscheinungsformen. An ihre Stelle in meinem Aufmerksamkeitshorizont treten semi- oder vollprofessionelle Blogs; ich würde gerne so schreiben – und gelesen werden – wie diese Profis, kann es aber nicht, einfach weil mir die Zeit fehlt. (An den journalistischen Fähigkeiten sollte es nach demnächst 30 Jahren im Job nicht fehlen…)
  2. Das Bloggen aufgeben möchte ich aber nicht, weil diese anderen Platt- und Erscheinungsformen (womit ich diesen linguistischen Kalauer zum zweiten und letzten Mal verwendet habe, versprochen!) mir das Bloggen nicht ersetzen können; Twitter, Facebook, Google Buzz sind sozialer, enger vernetzt, diskursiver als das klassische Bloggen, aber ich habe mich nun mal bald zehn Jahre so daran gewöhnt.
  3. Die Sache mit dem Durchgehend-auf-Englisch-Bloggen… Nun ja. Ist anstrengend, hat mich Leser gekostet und – so sagen es mir die Statistiken – keine neuen Leser außerhalb des deutschen Sprachraums gebracht. War’n Versuch.
  4. Posterous als Plattform ist in seiner Vernetztheit durchaus spannend; gleichzeitig ist es aber in den Möglichkeiten, die es bietet, eingeschränkter, als ich es auf lange Sicht akzeptieren möchte. Aber dazu mehr in einem eigenen Posting. Gut geeignet ist Posterous für das schnelle und elegante Veröffentlichen von multimedialen Inhalten; ich bin da doch eher ein Mann des Wortes…

Jetzt also hier – ausgerechnet ein Blogger-Blog. Nicht, dass ich das nicht schon einmal gehabt hätte – 2006, zwischen einem ExpressionEngine-Blog und einem WordPress-Blog, war es schon einmal meine Plattform. Was aber damals ebenso ehrwürdig wie – unter uns gesagt – primitiv daherkam, hat sich, als wir alle jahrelang naserümpfend wegguckten, insgeheim zu einem von seinen Funktionen und Optionen her gesehen konkurrenzfähigen Weblog-System entwickelt.

Meinen PHP-Spieldrang lebe ich inzwischen anderweitig aus, brauche also das Gefrickel mit WordPress & Co. nicht mehr.

Ach ja, nochwas: Die Feed-Adresse hat sich nicht geändert – der Feed kommt nach wie vor von Feedburner.

Welcome back!