Nach-Frage

Was sagt es uns eigentlich, dass weder der Mann aus Neukölln noch moi die Veranstaltung am Samstag in Bonn als „Bloggertreffen“, „Mini-Bloggertreffen“ (waren ja nur ein Dutzend) oder auch „Maxi-Bloggertreffen“ (war sicher das mit den weitesten Anreisewegen) bezeichnet haben?

Liegt es vielleicht daran, dass Weblogs doch nicht die Fortsetzung des Vereinswesens mit anderen Mitteln sind? Oder liegt es daran, dass das Weblog movement (in Ermangelung eines anderen, besseren Wortes) inzwischen eine Dynamik hat, die über das Homepage-Basteln weit hinausgeht? Oder daran, dass man sich als Bewohner von Klein-Bloggersdorf, Germany ein wenig unbedeutend vorkommt in der Nachbarschaft von Menschen, die unter Gefahr für Leib und/oder persönliche Freiheit ein Weblog betreiben?

Ja. Das wird es sein.

Wie dem auch sei: Wer immer noch auf Beweise für meine wiederholte Behauptung, da draußen gäbe es unglaublich gute Weblogs, wartet, sei auf die Seite mit den Vorschlägen für das Beste Weblog 2005 verwiesen (Sprachkenntnisse sind mitzubringen) – und auf die Möglichkeit, ganz anders als die Jury zu entscheiden.