Monopoly

Es ist soweit: AOL und TimeWarner dürfen sich zusammenschliessen. Bei CNN, einer TimeWarner-Tocherfirma, fliegen demnächst rund 1000 Mitarbeiter raus. Und wir beobachten mit einem gewissen Grauen die Geburt eines Giganten, der Inhalte ebenso wie Transportwege kontrolliert. Die US-amerikanischen Kartellbehörden wollen zwar alles tun, damit der neue Konzern seine Macht nicht missbräuchlich ausnutzt, aber… nun ja. US-Kartellwächter gelten nicht als die allerbissigsten.

Und welche Konsequenz ziehen wir daraus?

Nun, die AOL-Kunden unter uns dürfen sich freuen: sie haben demnächst noch schnelleren Zugang zu noch mehr Inhalten. Und angeblich will AOL ja auch nicht den Zugang zum Internet kontrollieren, d.h. AOL-Kunden dürfen sich auch weiterhin die Seiten angucken, die sie wollen, nicht nur die, die AOL bereitstellt.

Gigantenhasser unter uns haben langsam ein echtes Problem – denn jetzt ist Netscape ebenso wie AOL selbst Bestandteil des Giganten. Der Internet Explorer von Microsoft wird – so sagen Gerüchte – die nächste Generation nicht mehr erleben, sondern durch den MSN-Explorer für Verbraucher, eine Art Gegen-AOL-Browser, bzw. durch NetDocs, ein Bestandteil des nächsten Office-Paketes von Microsoft, ersetzt.

Womit also rüsten wir uns aus für weitere Surftouren?

Nun, entweder mit AOL/Netscape (bunt) oder mit dem MSN-Explorer (auch bunt). Oder mit einem der sogenannten Rebellenbrowser.

Ich will mich ja weder als Rebellen noch als Monopolverächter darstellen. Aber ich benutze jetzt Opera als Browser und The Bat! als Email-Client. Und beides kostet Geld.

Um mich mal wieder selbst zu zitieren: Es gibt nichts umsonst. Auch nicht im Internet.