Mish-Mesh, mal wieder

So. Jetzt bastele ich seit Freitag hin und wieder mit Yahoo! Pipes herum und verdrahte. wie deren claim lautet, das Netz neu. Um zur Abwechslung mal ehrlich zu sein, verdrahte ich nur bluelectric neu und versuche, mir einen lifestream zu basteln, der die Dinge so darstellt, wie ich sie dargestellt haben will, bin dabei aber schon ein gutes Stück vorwärts gekommen. Das Geheimnis: Yahoo Pipes sind weniger komplex als die eigene verschrobene Denkweise; wenn man ihnen Schritt für Schritt den Weg vorgibt, tun sie schon das, was man von ihnen will.

Und gleichzeitig gucke ich mir die verschiedenen Formen des lifegestreamten Netzes an, von FriendFeed über SocialThing! (immer noch nicht weitergekommen) bis zu Lifestream.fm und stelle fest, dass sich Inhalte vielleicht neu mixen lassen, aber im Lifestream immer noch die gleichen Inhalte sind, gut oder schlecht, vernetzt oder nicht.

Und ich gucke mir auch die zwei Seiten von bluelectric an und bin völlig ratlos: einerseits das mit Unterbrechungen seit bald acht Jahren geführte Weblog (ja, liebe Kinder, vor acht Jahren gab es auch schon halbwegs brauchbare Computer), auf der anderen Seite das Genre des Tumblelogs, das ich im vorliegenden, noch nicht einmal acht Wochen dauernden Falle formal (danke an Paul Giacherio!), generell aber vor allem inhaltlich (danke an das gesamte hier vorbeikommende Netz für die kurzen Gastauftritte!) hochspannend finde – wobei ich nur nicht weiß, ob ich mit dieser Einschätzung nicht furchtbar alleine dastehe.

Die Macher von soup.io, dem Tumblelog-Anbieter, den ich nicht nutze. zitieren da, na, wen? Richtig: mich.

Es klingt nur so, als habe [tumblelogging] etwas mit “tumbâ€? zu tun, ist in Wahrheit aber Bloggen auf Speed, Weblog für die mit der kurzen Aufmerksamkeitsspanne. …
Dort fliegen die Netzfetzen. Weitgehend unbeobachtet, wie mir die Trackerzahlen verraten, aber spannender, weil schneller, roher, direkter.

Und das ist, was mich an der Tumbelei so fasziniert: weniger Autorenleistung als gewohnt, umso mehr Remix des Netzes. Und in dieser Hinsicht kann das ganze lifegestreamte Netz nicht wirklich mithalten – dort geht es bisher vor allem um die Konsolidierung von Netzäußerungen. Der Remix ist spannender. Finde ich. Jedenfalls.

Und vielleicht lassen sich Lifestreams, Remix und die gestreamten, gemixten Inhalte ja zu etwas verknüpfen, was dem Leser noch ein aufrichtiges „Wow!“ entlockt. Ich bin gespannt.

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