Menschen treffen

Heute bin ich Kühni über den Weg gelaufen. Der richtige Name tut nichts zur Sache. Kühni ist ein Freund und Kollege, mit dem ich seit mehr als fünf Jahren nicht mehr zusammengearbeitet habe. OK, er ist also mehr Freund als Kollege.

Kühni arbeitet zur Zeit in Israel. Ich arbeite (es hat sich wohl herumgesprochen) in Washington, DC. Wir beide haben unseren jeweiligen Arbeitsplatz nicht verlassen. Und trotzdem hatte ich mit Kühni eine kurze, aber nette Unterhaltung. Sogar telefonieren konnten wir nebenher…

Die Lösung: Kühni ist AOL-Kunde, ich habe während der Arbeit im Hintergrund den AOL Instant Messenger laufen (am heimischen Schreibtisch übrigens den Netscape Messenger, der genau das gleiche mit leicht verändertem Aussehen ist), und diese Instant Messaging-Programme (gibt‘ auch von MSN, Yahoo!, ICQ, Odigo und anderen) machen zufällige Begegnungen mitten im Arbeitstag eben möglich.

Bedenklich wird die Sache nur, wenn das die einzige Kontaktmöglichkeit ist. Denn schliesslich gibt es ja auch noch Email, Webcams, Chats, VoiceChats…

Sehr komisch.