Helfer in der Wolke

The Cloud
The Cloud (hier über Bad Segeberg)

Banale Grande: Bloggen fand schon in der Cloud statt, als wir diesen Ausdruck noch gar nicht kannten. Ich machte meine ersten Erfahrungen mit Weblogs gleichzeitig mit meinen ersten Erfahrungen mit Perl – und mit beschränkten Laufzeiten auf beschränkten shared-hosting-Accounts. Das ist lange her, und lange blieben die Daten, die wir ins Blog schaufelten, auch die einzigen, die wir außerhalb der heimischen Festplatte duldeten. Währenddessen versuchten wir verzweifelt und oft vergeblich, Daten auf einem PDA über klobige Dockingstationen und ebensolche Software mit denen auf dem PC zu synchronisieren. Opa erzählt vom Krieg, halt.

Worauf ich aber hinaus will: Das Drama von gestern hat mich daran erinnert, wie angenehm es ist, nicht irgendeinen Provider für die eigenen Zwecke einzusetzen. Und deshalb, als ein Dankeschön an die Helfer in der Wolke, möchte ich an dieser Stelle gerne etwas Werbung für Dreamhost, den Provider meiner Träume machen. Dreamhost ist ein US-amerikanischer Anbieter, ist carbon neutral und gibt sich, obwohl ein kommerzielles Unternehmen, gerne ein wenig genossenschaftlich. Was mir gestern (und auch schon zu früheren Gelegenheiten) aber am wichtigsten war: Der Support von Dreamhost ist mit weitem Abstand der beste, den ich je gefunden habe.

Ich will ja nicht über den bekannten deutschen Massenhoster lästern, der mir in vielen Jahren der Immer-wieder-Zusammenarbeit auf jede, aber auch wirklich jede Supportanfrage zunächst tagelang nicht antwortete und dann, wenn der Fehler behoben war (oder sich anderweitig erledigt hatte), zuverlässig schrieb, man könne meine Anfrage gar nicht verstehen; es gebe den von mir beschriebenen Fehler doch gar nicht.

Auf meinen ersten Hilferuf gestern zu (in Europa) nachtschlafender Zeit schickte Dreamhost mir zunächst eine tröstende Mail mit dem Inhalt, man habe die Dateien in meiner Ecke der Festplatte gescannt und dabei einige modifizierte oder als Backdoor für Unsympathen bekannte Dateien gefunden und sofort in Quarantäne gepackt. Außerdem stand in der Mail eine lange Liste von Vorschlägen, wie ich selbst bei der Fehlersuche helfen könnte, und was ich zur Sicherung des Accounts tun sollte. Und weil es für einen Hoster durchaus nicht lustig ist, wenn ein Account in seinem Bereich gehackt wurde, stand die Angelegenheit ab sofort unter besonderer Überwachung durch den Support.

Ich habe dann die Liste der Vorschläge ab- und mich durch die ebenfalls verlinkte Wiki-Seite My WordPress Site was hacked gearbeitet, und nach der Mittagspause war die Sache erledigt. Noch etwas freundliche Hilfe von Seiten Dreamhost (Aufräumen von als unnötig erkannten Daten, noch ein Scan auf weiteren Schadkram auf der Platte), zwei ebenso freundliche Mails, und die Sache hatte sich.

Danke, Dreamhost.