Medienforum 2.2

Gerade habe ich mich noch geärgert, dass ich nicht im Raum nebenan Mario Sixtus zum Thema User Generated Content zuhören kann, da wird es hier, bei „Fernsehen 2.0: Von mobil bis selbst gemacht“ richtig spannend. Zuerst gaben Peter „RTL“ Kloeppel und Jörg „tagesschau.de“ Sadrozinski ihre Meinung zu Protokoll, es sei wichtig, ihre Inhalte in neue Formate zu gießen und in neue Vertriebskanäle (sprich: Podcasting, Vodcasting & Co.) zu pumpen. Da kommt Gabe McIntyre und startet die Revolution: Es gehe eben nicht darum, sondern um collaboration, interaction in einer community. Und schon sind wir wieder beim User Generated Content

Peter Kloeppel steigt darauf ein (na, prima – endlich ein Kollege, der ein wenig nach außen denkt!) und verweist auf das einzige Photo von dem Bären, der zur Zeit durch Süddeutschland geistert – das ist user generated, und wir können davon ausgehen, dass der Alp-Öhi, der es geschossen hat, damit auch Geld verdient hat. Hier – und nirgendwo anders, sehe ich die Schnittstelle, die man unter die Überschrift „Fernsehen 2.0“ setzen können. Neue Vertriebswege, die allen offen stehen, ermöglichen allen, zu publizieren.

In diesem Zusammenhang wird (na sowas?) plötzlich wieder interessant, was zu Salm vor einer dreiviertel Stunde gesagt hat: Zuerst kommt der Hype, dann kommt die Phase, in der die Welt mit Müll-Content überschwemmt wird, und schließlich kommt die Phase des Qualitätscontent, meinetwegen auch „von unten“.

Was bleibt von dieser Diskussion? Im Grunde: Abwarten, Tee trinken, bloggen, podcasten und sehen, wie sich das alles entwickelt. Nur wer einfach nur zuguckt, wird am Ende draußen sein.