Medienforum. 2.0?

Dritter Tag also. Beim Frühstück nicht wirklich ins Tagesprogramm geguckt, deshalb zu früh am Tagungsort. Gerade eröffnen sie den „Internetgipfel“ (gibt es im Internet Höhenunterschiede? Ich meine: von der oft anzutreffenden intellektuellen Fallhöhe mal abgesehen…), ein Staatssekretär spricht über die Gefahren im Netz, und jetzt unterhalten sich Philip Rowley, Chef von AOL Europa und Jo Gröbel vom Deutschen Digitalen Institut (gibt es eigentlich auch eine Deutsche Digitale Republik, DDR?) über ihre ersten Musikdownloads, wofür sie ihre ersten AOL-Accounts nutzten.

Gut. Ich hatte auch mal einen AOL-Account. Aber mir ist es heute peinlich, darüber zu reden. Wahrscheinlich, weil ich nicht von AOL bezahlt werde.

In den neunziger Jahren haben wir AOL das „Internet mit Stützrädern“ genannt: beschützend, bremsend, ein wenig wie eine Gouvernante, aber kindersicher. Some things never change.

Was aber wirklich interessant ist: AOL-Rowley erkennt, dass Musikdownloads die Zukunft der Musikindustrie darstellen. Vielleicht könnte er der Industrie auch klar machen, dass Kunden auch Rechte haben und diese gerne und bequem ausüben – dann werden wir alle glücklich. Kind of.