medienforum 1.0

Die Podiumsdiskussion läuft noch – es diskutieren u.a. Georg Kofler (Premiere), Anke Schäferkordt (RTL), Fritz Pleitgen (WDR) und Markus Schächter (ZDF). Es leitet Sandra M. (aischberger). Und es wird eines klar in diesen ersten Stunden des medienforums.nrw: Klar ist gar nichts.

Schuld daran sind unter anderem neue Technologien. Zuschauer und Zuhörer werden zu Content-Produzenten – gut, aber das ist eines der kleineren Probleme, zumindest aus der Sicht der Großen. Ein größeres Problem ist beispielweise die Adressierbarkeit, was ein schönes Wort dafür ist, dass auch free TV künftig verschlüsselt werden soll (zumindest aus der Sicht kommerzieller Anbieter). Ob es dabei um Geld geht oder nicht: „adressierte“ Programme sind nur noch für klar definierte und kontrollierbare Zuschauergruppen zu sehen. Was, so ZDF-Schächter, als Datenschutzproblem gesehen werden kann – auch wenn RTL-Schäferkordt versucht, ihm und WDR-Pleitgen das als Patentmittel gegen Schwarzseher zu verkaufen

Stichwort „Schwarzseher“: die schöne neue Medienwelt wird nicht unbedingt vielfältiger – kommerzieller wird sie auf jeden Fall. Aber das nur so nebenbei.

Ein weiteres Problem, diesmal aus der Sicht der Kommerziellen: Dienstleister (wie die Telekom) werden zu Programmanbietern. Programmabieter tun sich hart, zu Infrastrukturdienstleistern zu werden – wie denn auch? Und plötzlich sehen alle Regulierungsbedarf. Nur der Medien-Ministerpräsident von NRW, Jürgen Rüttgers, meint, zuviel Reguliererei sei nicht die Sache des Staates.

Mehr vom medienforum.nrw berichtet auch Mario Sixtus – nur wo, das habe ich vergessen ihn zu fragen.

Update: Er macht es hier, live und in Faaabe.
Live vom medienforum.nrw – stay tuned!