Mechanisch

Der „Schachtürke“ von Wolfgang von Kempelen (1734 – 1804) war in mehr als einer Hinsicht bahnbrechend: Er war die erste schachspielende Maschine, die sogar Benjamin Franklin mattsetzte, und er war der Hoax hinter der Redewendung „einen Türken bauen“ – in der Maschine, die einen schachspielenden Mann in türkischer Tracht darstellte, war ein ganz normaler Schachmeister versteckt. Soviel zum Hintergrund.

Seit letztem November ist der Schachtürke auch noch der Namensgeber einer neuen Geschäftsidee von Amazon-Gründer Jeff Bezos. Wie Salon.com berichtet, ist Amazon Mechanical Turk eine Website zur Vermittlung von Minijobs – wobei „Mini“ so wörtlich wie nur möglich zu nehmen ist: Turkers, wie sie sich nennen, tippen beispielsweise Podcasts ab (wozu auch immer) und bekommen dafür 19 (US-)Cent pro Minute, oder sie kategorisieren die Fotos von Online-Versendern für 4 Cent pro Foto.

There is something a little disturbing about a billionaire like Bezos dreaming up new ways to get ordinary folk to do work for him for pennies. Is a cut-rate pittance the logical result of tapping into a global workforce of people with a computer, an Internet connection and an Amazon account? And, really, who are all these people working for a measly 1 cent?

Besonders interessant ist das buzzword, das die Oberturkers für die Veranstaltung gefunden haben: weil eben gerade kein Computer diese simplen Tätigkeiten verrichten kann, wird der EInsatz von menschlichen Gehirnen als artificial artificial intelligence bezeichnet.