Lokalblog

Interessanter Lesestoff für Leute, die die (hoffentlich nicht) endlosen Tagebuch-vs.-Weblog- und Weblog-vs.-Journalismus-Diskussionen hinter sich gelassen haben: Should Newspapers Become Local Blog Networks? bei Publishing 2.0 (dämlicher Name, aber was solls?). Scott Karp berichtet über die Versuche mehrerer US-Zeitungen, ihren Online-Lokalteil völlig neu zu strukturieren – als ganze Serien von professionell geschriebenen Weblogs.

The word “blog� has way too much baggage — it’s too often equated with opinion. But a blog is just a content management system, and you can use it to publish shrill opinion, or you can use it to publish traditional journalism…or you can use it to publish journalistic reporting with a bit more point of view.

Dieser Schritt, von durchaus respektierten Verlagshäusern gegangen, kann vor allem den Lokaljournalismus revolutionieren. Das wird denen, die im alten Denken festhalten, ob nun auf der „Old Media“- oder der Weblogseite, gar nicht schmecken. Was Karp vorschlägt, ist im Grunde die Abgabe eines ehrwürdigen Ressorts (eben des Lokalen) an eine neue Form des Journalismus (eben die Weblogs) – womit einerseits die beiden medialen Erscheinungsformen zusammenwachsen und andererseits die Funktionen klar getrennt werden. Aber dabei muss es nicht bleiben:

The big problem with transforming newspaper business models is that there’s still so much less revenue online, and only the print revenue can cover the huge cost base of publishing the print paper.

But if newspapers adopted this lean, flexible, networked blog model, and stopped publishing in print, they would shrink costs radically, and, maybe…increase online revenue enough to make it work, IF online was the only game in town.

Wer hat gesagt, dass lokaler Journalismus langweilig und rückständig sei?

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