Linkschleuder (Symbolbild)

Linkschleuder am Abend

Ein Griff in die Grabbelkiste mit ungelesenen Links, und here we go:

  • Aus gegebenem Anlass gelesen: Claudia Klinger schreibt Zur Kritik an Blogger/innen im vorgerückten Alter. (Hat mich da gerade jemand ALT genannt?) Die erwähnte Kritik bezieht sich darauf, dass biologisch ältere Blogger/innen (es geht hier nicht um die mental Älteren!) den Kritikern zu wenig Politisches schreiben, dafür zuviel über Kochen, Technik, Reisen, Konsum etc.
    Auch wenn Claudia K. letztendlich „Politik ist nicht alles“ schreibt und sich des weiteren genau die gleichen Fragen stellt wie ich in den letzten Monaten an dieser Stelle, kann ich meine persönliche Antwort auf die vielen hier nicht (oder zu selten) angesprochenen Wichtigthemen geben: Klar könnte ich über Klimawandel schreiben, Rechtsextremismus, Demokratie in Gefahr und was nicht alles – und habe das ja oft genug getan. Aber: Auch alte Silberrückenblogger haben nicht immer erleuchtenden Senf zu allem hinzuzugeben und halten deshalb eher die Klappe. Und dauerhaftes Problembloggen geht an und auf die Nerven und ist deshalb ungesund.
  • EU-Europas westlichste Hauptstadt mit einem konservativen Regierungschef wird bald Ljubljana sein: The party’s over for Europe’s center right, schreibt Politico in seiner Europaausgabe. Hätten wir das also auch geschafft. Und siehe da: ein politischer Link, wenn schon kein dito Text!
  • Aus gegebenem Anlass, pt. 2: Developers hate WordPress – and so should marketers. Hihi.

Zeit zum Lesen mitgebracht? Dann noch das hier:

  • Fatty Arbuckle and the Birth of the Celebrity Scandal – ein (very) long read aus dem New Yorker über das wahrscheinlich erste Mal, dass mediale Aufregung einen Star zu Fall gebracht hat. Es ist die Geschichte des Stummfilmkomikers Roscoe Arbuckle, der seinen Spitznamen „Fatty“ immer gehasst hatte, und der Schauspielerin Virginia Rappe, die unter bis heute ungeklärten Umständen im Umfeld einer wilden Party mit Arbuckle und anderen grausam ums Leben gekommen war. Bis an sein Lebensende konnte Arbuckle seine Unschuld nicht beweisen, aber es schaffte auch niemand, letztendlich seine Schuld nachweisen. Ein Stück über die Macht von Medien und Publikumsinteresse.

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