Linkschleuder, aber sicher

Ein Griff in die Grabbelkiste mit frisch eingetroffenen Links zur Sicherheit im Netz:

  • How does Google track me even when I’m not using it? Ein Aufschrieb aus der Werkstatt meiner Lieblingssuchmaschine DuckDuckGo, deshalb – wenig überraschend – googlekritisch. Trotzdem gut zum Auffrischen der eigenen Kenntnisse und Haltung.
  • Wenn wir schon mal beim Suchen im Netz sind: Die Geier von VultureCentral (vulgo The Register) berichten über den Start der hauseigenen Suchmaschine des Brave-Browsers (mehr dazu bei Heise).
    Mit Brave habe ich auf meiner Suche nach dem datensichersten Browser immer mal wieder eine Proberunde gedreht; irgendwie erschien mir das Ding aber nicht wirklich vertrauenswürdig, mit seiner Affinität zu Kryptowährungen und seiner Idee, Werbung auf Webseiten abzublocken und – mit Zustimmung des Users – durch eigene zu ersetzen. Aber die Sache mit der Suchmaschine könnte mich dazu bringen, doch noch mal eine Runde mit Brave zu drehen.
  • How to Switch From Google Authenticator to Another 2FA App, beschreibt Wired.
  • Wer wie ich seine Daten in der Cloud sichert, sollte sie wie ich vorher verschlüsseln. Dazu gibt es vielerlei Lösungen von gratis bis teuer und von simpel bis diplomarbeitswürdig. Der Anbieter einer solchen Lösung (gratis und einfach!) hat mir jetzt in seinem Newsletter jubelnd mitgeteilt, dass Cryptomator 1.6.0 (FOSS!) erschienen sei. Das ist schön und freut mich ehrlich – auch wenn ich derzeit lieber den kommerziellen Konkurrenten Boxcryptor benütze, weil er sich nicht nur genauso gut in das Windows-Dateisystem einklinkt, sondern noch viel besser als Cryptomator in das von iOS. Grundsätzlich ist mir aber Cryptomator genauso ans Herz gewachsen wie der Bezahl-Kollege, und sympathisch finde ich, dass es auf der Cryptomator-Seite einen Vergleich beider Lösungen gibt, der durchaus die Möglichkeit offenlässt, dass Boxcryptor für den einen oder anderen die bessere Lösung ist. Und wer seine Daten im Netz nicht verschlüsselt, ist selber Schultz.
  • In eigener Sache: Ein wenig neugierig ist der Mensch ja doch, weshalb ich mich in den letzten Tagen durch diverse WordPress-Plugins für Besucherstatistiken hindurchprobiert habe. Überzeugt hat mich keines davon, weshalb ich mich daran erinnert habe, früher mal ein Tool namens Piwik benutzt zu haben, und daran, dass der Nachbar im Geiste es immer noch benutzt, auch wenn es jetzt Matomo heißt.
    In einem Mailwechsel zu diesem Thema warnte mich Jörg Kantel zwar, dass Matomo „generell etwas picky“ sei und die derzeit vorliegende „Nuller-Version“ 4.5.0 schon gleich zu meiden. Aber da entdeckte ich, dass Matomo nicht mehr ausschließlich, wie früher, auf einem separaten Server installiert werden muss, sondern dass es inzwischen sogar als WordPress-Plugin vorliegt (musste ich in den letzten Tagen übersehen haben).
    Das läuft hier jetzt mal zur Probe, und die bisherigen Daten sehen erheblich überzeugender aus als die der anderen Plugins. Selbstverständlich bleiben die Daten hier, werden nirgendwohin weitergegeben und auch von mir nur zur Stillung meiner Neugier genutzt. Wer aber trotzdem nichts damit zu tun haben (und mir den Spaß verderben will), für den gibt es auf der Datenschutzseite sogar eine Opt-out-Möglichkeit.