Liebes Face-Tagebuch!

Heute im Morgengrauen, zwischen Sicherheitskontrolle und Boarding, fiel mir doch ein, wie lange ich jetzt schon ohne Facebook-Bespielung (aktiv wie passiv) auskomme (ich berichtetete), und vor allem, wie wenig Mühe mich das kostet.

Ja, es stimmt, ich habe mein Facebook-Konto stillgelegt; wer mich aus meinen Facebook-Kreisen erreichen will, muss das jetzt per Mail, SMS oder einen gesicherten Messenger (derzeit im Einsatz: TextSecure und Threema) versuchen. Die aktive Bespielung mit Inhalten findet einfach nicht statt, und die passive durch die Inhalte anderer… nun ja, ich habe dazu bei Facebook selbst schon Worte gefunden des Inhaltes, dass durch die zunehmende und zunehmend undurchsichtige Filterung durch Facebooks Maschinen meine Nachrichtenfeeds immer vorhersehbarer und langweiliger wurden. Das mag an meinem Geschmack liegen, der zu Zeiten ebenfalls sehr vorhersehbar und langweilig sein kann, aber eben nicht so vorhersehbar und langweilig wie die Inhalte, die lt. Facebook die richtigen für mich sind.

Weil das schon länger so war, habe ich zuletzt Facebook nur noch angeklickt, wenn mir arg langweilig war – nur um das Leben nach dem Klick noch langweiliger zu finden.

Und dann kam die Sache mit der unangekündigten Studie, und ich legte das Konto still, und der innere Zwang, Facebook anzuklicken, ist tatsächlich so nahe Null, dass ich ihm bisher widerstanden hatte.

Und nach so langer Zeit ohne Facebook fand ich, es wäre an der Zeit, mal drüber zu schreiben. Und ich guckte auf das Datum meines Abschiedsartikels, und es ist noch nicht einmal zwei Wochen her. Kam mir wohl nur so lange vor.