Lieber Konstantin Klein,

(…also nicht der, der unter dieser Adresse hier seit Jahren ins Netz reinschreibt, sondern einer der anderen drei, vier Konstantin Kleins, von denen ich weiß),

ich nehme mir die Freiheit, Dich zu duzen, auch wenn wir uns nicht kennen. Und ich möchte Dich warnen: Solltest Du auf die Idee kommen, Dir die Domain konstantinklein.de zu sichern (derzeit zum Verkauf, hö, hö) und Deinen Mailverkehr darüber abzuwickeln – denk noch mal drüber nach.

Warum? Weil ich die Domain früher mal als „GMX-Maildomain“ (ja, sowas gibt es, und es ist so nützlich wie… aber lassen wir das!) registriert und genutzt habe. Nun benutze ich GMX schon länger nicht mehr zum Mailen; die Maildomain konstantinklein.de habe ich ordnungsgemäß gekündigt.

Was ich vergessen hatte: zuvor die eingerichteten Mailadressen aus meinem immer noch existierenden GMX-Account zu löschen. Der Witz ist: Ich kann sie nur löschen, wenn die Maildomain aktiv ist. Das ist sie aber nicht, und ich habe auch nicht vor, das nur zum Löschen dreier ungenutzter Mailadressen zu ändern. Ich kann die Adressen aber – und das ist das Besondere – zum Versenden von Mails nutzen. Nicht zum Empfangen von Nachrichten, denn die Domain ist ja derzeit auf niemanden registriert, wohl aber zum Senden.

Und ich weiß nicht, ob einer der anderen Konstantin Kleins im Lande das so gerne hätte, wenn ich unter seinem Namen, der ja auch der meine ist, und seiner Domain, die nicht mehr meine ist, Mails verschicken können würde.

GMX ist mit der Sache übrigens völlig überfordert. Dort, bei einem der führenden Mailanbieter der Republik, wird man ja ohnehin lieber angerufen als angemailt; aber die angerufene Call-Center-Sklavin Mitarbeiterin konnte die Sache nur notieren und weitergeben. Das ist jetzt über eine Woche her, ohne dass jemand drei Adressen aus der Datenbank hätte löschen können.

Lieber Konstantin (wo auch immer Du bist), ich verspreche Dir, einstweilen keinen Unsinn mit den Mailadressen zu veranstalten, die Deine sein könnten.

Update, drei Wochen später: GMX scheint das alles für einen guten Witz zu halten. Die Adressen sind jedenfalls immer noch meinem Account zugeordnet.