Liebe RSS-Leser…

…nicht, dass ich euch nicht verstehen könnte – ich lese mich ja auch per Feedreader (in meinem Falle dem aus dem urbayerischen Hause Guglrieder) durchs tägliche Nachrichten- und Blogaufkommen. Aber wer nur RSS-Feeds liest, dem entgehen nicht nur wunderschöne Anzeigen (öchö, öchö) auf den Seiten, sondern auch mein neues Spielzeug, das ich bis zum Beweis des Gegenteils unten an die Seite im Web geschraubt habe [bitte jetzt kurz gucken und dann hier weiterlesen].

Immer wieder, und zuletzt in den letzten paar Tagen, war dort Googles Friend Connect-Toolbar zu sehen. Die bot die Möglichkeit, sich anzumelden und einzuloggen (wozu?), so die Anhänglichkeit an diese Seite (und ihren Autor?) zu demonstrieren (ach, drum!) und Kommentare zur Seite ganz allgemein abzugeben. Das war’s aber auch schon – eher proof of concept als eine echte soziale Vernetzung.

Derartige Versuche gab es von anderen Anbietern auch schon (und schon etwas besser); sixgroups fällt mir an dieser Stelle ein.

Auftritt Wibiya. Dieses israelische Startup macht es anders als sixgroups oder auch Google, versucht gar nicht erst, eine eigene Plattform aufzubauen, sondern hängt sich und die Seiten, die seine Toolbar implementieren, an starke Partner (die stärksten?) aus dem Sozialvernetzungsbereich des Internets an: an Facebook und Twitter.

Bin beeindruckt, was da möglich ist.

In Sachen Facebook scheint inzwischen der Widerstand gebrochen – in den letzten Tagen und Wochen tauchen dort alle auf, denen Facebook bisher (wie übrigens auch mir) ein wenig zu sozial und gemeinschaftshuberisch war. Dass dort die Fangemeinde dieser Seite noch eher klein ist, wundert mich nicht – die Fanseite und die dazugehörige Gemeinde bestehen erst seit kurzem. Aber wie elegant das alles umgesetzt ist – das hat Wibiya schon sehr hübsch gemacht.

Datenschutz? Hach ja – möchte gar nicht wissen, welche Daten Wibiya sammelt. Aber das möchte ich auch von Facebook und allen anderen Facebook-Anwendungen, die ich derzeit in den Händen verspielter Mitblogger sehe, nicht wissen. Daten sind eine Währung – das dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben; mit Daten bezahlen wir mehr im Netz, als vielen bewußt ist. Und wer seine Daten für sich behalten will, darf gerne auch weiterhin, sozusagen gratis, hier mitlesen; er oder sie kann die Wibiya-Bar getrost ignorieren (oder durch einen Klick auf das Symbol ganz rechts sogar ausblenden).