Leseratten

OK, für uns ist es nur ein Bericht von SParGEL Online, aber es basiert auf einer Geschichte in WIRED: Die Heimatschützer der US of A interessieren sich für die Lektüre von Flugreisenden.

Privacy advocates obtained database records showing that the government routinely records the race of people pulled aside for extra screening as they enter the country, along with cursory answers given to U.S. border inspectors about their purpose in traveling. In one case, the records note Electronic Frontier Foundation co-founder John Gilmore’s choice of reading material, and worry over the number of small flashlights he’d packed for the trip.

Kleine Taschenlampen (und nicht etwa „Blitzlichter“, wie die Spezialisten des SParGEL meinen, „flashlights“ übersetzen zu müssen) hatte ich nun nicht dabei auf meinem kürzlichen Flug nach WashDC. Im Gepäck ebenfalls nicht vorhanden war aber auch – obwohl die Wired-Geschichte jetzt erst erschienen ist, ich von der Lesewut der Heimatschützer also nichts wissen konnte – „The Afghan“, ein Thriller über einen CIA-Mann, der in eine Al-Qaeda-Operation eingeschleust wird. Der Thriller, den ich vor der Reise zur Hälfte gelesen hatte, ist zwar von Frederick Forsyth und in jeder US-Buchhandlung zu haben (wo ich ihn dann auch gekauft habe, um die zweite Hälfte in Washington zu lesen), aber weiß das auch der übereifrige Heimatschützer vom Dienst?

Früher musste man nur darauf achten, bei der Einreise in die US of A keine ungarische Salami im Gepäck zu haben. Die Zeiten ändern sich.

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