Le Block

Und wenn wir schon mal beim Softwareplauschen sind: Der Preis für das am besten versteckte nützliche (OK, über den Nutzwert gibt es möglicherweise unterschiedliche Ansichten) Feature geht an die Hersteller des Handgestrickten™ (aka Opera) für ihre Art, Ad Blocking zu implementieren. Das ist nämlich nirgendwo in den Einstellungsmenus (zumindest nicht in der Mac-Version des Opera-Browsers) zu finden, ist aber dennoch vorhanden.

Und so gehts: Mit Werbung vollgekleckerte Seite aufrufen. Irgendwo in der Seite rechts klicken, im dann erscheinenden Kontext-Menu „Inhalt blockieren…“ anklicken. Daraufhin passiert folgendes: Die gesamte Seite wird ausgegraut bis auf die Elemente, die den Kriterien des Ad-Filters entsprechen (sprich: eine Grafik auf einem Drittserver sind, von einem bekannten Adserver kommen etc.). Die kann der werbemüde Surfer dann nacheinander anklicken, worauf sie mit einer roten Banderole als „blockiert“ gekennzeichnet werden. Oben im Fenster „Fertig“ klicken, und wieder hat der Ad-Filter was gelernt.

Gut versteckt, aber sobald man es kennt, sehr brauchbar. Womit wir erfolgreich eine absolute Minderheit mit Wissenswertem versorgt hätten – die Opera-User nämlich, die, nebenbei bemerkt, durchaus etwas Zuwachs vertragen könnten; der Browser taugt nämlich.

This having said, kann ich mir den Hinweis nicht ersparen, dass werbefreies Surfen zwar angenehmer ist, die Vielfalt gut aufbereiteter Information aber in Gefahr bringen kann. Viele gute Quellen im Netz sind auf die Werbeeinnahmen angewiesen, und ohne Moos nix los.

Wollticknurmajesartham.