Jubelnde Väter…

…und heranwachsende Töchter, denen das vermutlich oberpeinlich ist:

Jetzt kann ich mit meiner Tochter über das Tool ihrer Wahl (und das der Wahl aller Töchter und Söhne, soweit ich informiert bin) kommunizieren und muss sie nicht mehr mit TextSecure nerven, dessen Verschlüsselung künftig in WhatsApp aktiv sein soll.

Ich sehe schon: Millionen von Eltern installieren jetzt WhatsApp, Millionen von Jugendlichen verdrehen die Augen und installieren was anderes.

5 Gedanken zu „Jubelnde Väter…“

  1. Leider wird dabei gerne übersehen, dass trotzdem eine zentrale Wer-kommuniziert-wann-mit-wem-Vorratsdatenspeicherung auf amerikanischen Servern dabei entsteht.

    • …was aber m.W. mit TextSecure ganz genauso ist. Threema unterscheidet sich davon vor allem dadurch, dass der Server in der Schweiz steht. Solange es sich nicht um konsequent umgesetzte Peer-to-peer-Kommunikation handelt, liegen die Metadaten immer irgendwo und sind nur teilweise verschlüsselt.

  2. Mich würde folgendes interessieren:
    TextSecure ist ja unter GPLv3 lizenziert. Wenn Whatsapp die Verschlüsselung von TextSecure einbaut, müssen die dann nicht auch Whatsapp unter GPLv3 lizenzieren?

    • Nee, müssten sie nicht. Open Whisper Systems, die Entwickler und Hersteller von TextSecure, hat mit der Lizenzierung von TextSecure ja nicht alle Rechte an der darunterliegenden Technologie aufgegeben. Wenn WhatsApp sich die Technik von TestSecure, ohne weiter zu fragen (wie es eine offene Lizenz ja erlaubt) gegriffen und eingebaut hätte, müsste WhatsApp tatsächlich unter der gleichen Lizenz veröffentlicht werden.

      Wenn aber Open Whisper Systems mit den WhatsApp-Leuten einen Deal abgeschlossen hat, dann ermöglicht dieser Deal auch die Verwendung von anderweitig offener Software in einem proprietären Produkt. Open Whisper Systems hat auch nach der Veröffentlichung von TextSecure unter einer offenen Lizenz das Recht, selbst mit der Software und der Technologie zu machen, was es will.

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