Instant

Nur gut, dass es den Guglrieder gibt (bzw. natürlich auch jeden anderen Nachrichtensammler in diesem unserem Netz), sonst wäre das Big Thing du jour doch glatt an mir vorbeigerauscht.

Google Instant versucht also, meine Gedanken noch während des Eintippens zu erraten (eine Aufgabe, an der ich selbst schon regelmäßig scheitere, wie ständige Leser dieses Weblogs unter Eid bezeugen können), und präsentiert mir („Herr Lehrer, ich weiß was!“) live, was die passenden Suchergebnisse zu den bisher eingegebenen Suchbegrifffragmenten (Wort mit „fff“!) sein könnten.

Erstmal: Goil.

Doch, wirklich. Bestärkt mich in der Auffassung, dass Google neben vielen anderen Dingen auch rattenscharfe Technologie anbietet, und es macht Spaß, der Googlemaschine beim Arbeiten zuzugucken – je weiter sie anfangs danebenliegt, desto mehr Spaß.

Und natürlich regt sich Widerstand – von Leuten, die Google als Suchmaschine benutzen wollen, sprich: die sich ihren Spaß an ausgeklügelten Suchabfragen nicht etwa durch vorschnelle Antworten verderben lassen wollen. Und es gibt den Hinweis, dass Google Instant kann, aber nicht muss: So schalte ich Google Instant wieder ab (der Link erfolgt im Grunde eher aus Höflichkeit, denn die Option findet sich ganz offen auf der Seite mit den persönlichen Google-Sucheinstellungen). Im Übrigen: In einer Welt, in der ein beträchtlicher Anteil aller Webnutzer URLs in Googles Suchfeld eingibt… Ausgeklügelte Queries sind nicht jedermanns Sache. Sisso.

Bleibt die Frage: Warum hätte ich das Ganze beinahe nicht mitbekommen? Weil ich eher selten auf Googles Suchseite gehe, sondern meine Suchbegriffe in die Adresszeile (Chrome) bzw. das Google-Suchfeld (Firefox) eingebe. Und da gibt es Instant nicht. Wie auch. Noch nicht, wie eine gewöhnlich gut informierte Quelle schreibt.