Inbox out

Fürs Protokoll, und weil sich vielleicht jemand Gedanken macht, ich könnte auf der Dunklen Seite geblieben sein: Mein Experiment mit Inbox by GMail ist vorerst zu Ende; ich bin zur altväterlichen althergebrachten Art des Mailens zurückgekehrt.

Warum? Hatte ich nicht begeistert geschrieben:

Inbox verhält sich so, wie man es von einem Personal Assistant der menschlichen Sorte erwartet: es versucht, mitzudenken, und hilft bei der Verwaltung von Mails.

…und hatte Inbox by GMail nicht stark nach der Lösung verschiedener Usability-Probleme mit der ollen E-Mail ausgesehen?

Doch, hatte ich, und hatte es. Wie sich aber in den letzten Wochen herausstellte, wäre das die Lösung für die Probleme, die ich uff Arbeet mit E-Mail habe; dort könnte ich ein schnelles Mailsystem mit der Möglichkeit von Erinnerung und Wiedervorlage gut gebrauchen. Leider verordnet der Arzt die zuständige Fachabteilung dort zwangsweise IBM Notes, das zwar auch und schon lange Erinnerung und Wiedervorlage beherrscht, aber reichlich umständlich daherkommt. Im Privaten dagegen sind es nun doch nicht so viele Mails, die ich zu jonglieren hätte, dass ich mich dafür mit den diversen Schattenseiten von Inbox by GMail abgefunden hätte.

So sehr, wie Inbox nämlich den Workflow beschleunigt, so sehr lässt beispielsweise der Editor im mobilen Client zu wünschen übrig. Dass die Webversion nur in Google Chrome läuft – und auch da oft nur holprig -, kommt dazu. Und dann die Sache mit der Dunklen Seite…

Quatsch. Erstens bin ich immer noch der Meinung, dass wir Nutzer vor der Datensammelei staatlicher Institutionen mehr Angst haben sollten als vor der von kommerziellen Unternehmen, und zweitens: solange everybody and their grandmother unbekümmert weiter unsichere Maildienste nutzen, muss ich mir auch nicht zu viele Gedanken machen – zum sicheren Mailen gehören immer zwei.