Ich habe gelesen – mit und ohne Trump

Erdbeerbecher. Hat nichts mit dem Text zu tun, sieht aber lecker aus
Der Erdbeerbecher. Hat nichts mit dem Text zu tun, sieht aber lecker aus

Beim Spontan-Neustart dieses Blogs, unter dem Eindruck der ganz frischen Präsidentschaft des Donald J. T., hatte ich auch damit begonnen, im Feedreader gefundene Artikel zu diesem und anderen Themen zu verlinken, ohne gleich selbst einen großen Text darum zu stricken. Das ist, wie manches andere in den Monaten des Chaos untergegangen, die jetzt hoffentlich vorbei sind.

alternet.org ist eine Quelle, die ich nicht erst seit der 2016er US-Wahl lese. Die Herausgeber dürften sich nach dem Aufstieg von alt-right mehr als einmal über die ursprüngliche Namenswahl geärgert haben; schließlich wollten sie die liberale (wie immer: nicht im Sinne von „FDP“) Alternative zu anderen US-Medien sein – und dann kaperten die Rechten das „alt“-Label. Egal: alternet.org stellt Betrachtungen an darüber, warum ausgerechnet ein autoritärer Präsident ein so schwacher Präsident sein könne: There’s a Lot of Worry That Trump Is a Dangerous Authoritarian—Could It Be That We Barely Have a President at All? (Ich liebe lange Überschriften. Nicht.)

Nicht lustig

Sehr liebe ich dagegen den New Yorker. Ohne angeben zu wollen: Ich habe den New Yorker dank eines Abos meiner Eltern schon als etwas älteres Kind gerne durchgeguckt – zum Lesen hatten Englisch und Verständnis noch nicht gereicht. Und schon damals machte ich die Erfahrung: Die Cartoons, die in die Artikel eingestreut sind, sind oft so durch die Brust ins Auge gedacht, dass auch New Yorker sie nicht verstehen. Oder sie sind wirklich nicht lustig.

Davon abgesehen, stehe ich immer wieder kurz vor einem eigenen Abo auf den New Yorker. Unter anderem, weil er sich – anders als viele andere US-Medien – auch mit Europa und der Politik auf diesem alten Kontinent beschäftigt: Macron’s Modern Family ist nur ein Beispiel. Aber auch Trump ist vor dem New Yorker nicht sicher (er schon gleich nicht!): Is Political Hybris an Illness?

Themawechsel: Die #rp17 Checkliste von Sven Dietrich war in diesem Jahr der einzige derartige Text, den ich vor der re:publica in meinem Feedreader (ja, ich habe sowas noch – wer noch?) gefunden habe. Tempora mutantur… – es spricht: der alte Zausel™. Zu dem Thema aber gleich noch etwas im nächsten Beitrag.

Ach ja, beinahe vergessen: Schweiget! und schreibet! Über den intergenerationellen culture clash.

Ich habe geschrieben

Zu meinem neuen Job am neuen Ort gehört auch, wieder vermehrt selbst zu schreiben. Ich werde nun nicht jeden Text aus dieser gerade anlaufenden Produktion hier (oder anderswo) verlinken. Aber ich finde es schon schön, neue Erfahrungen zu machen wie die vom (erwartungsgemäß) danebengegangenen Interview mit dem Chatbot der CSU: Von Menschen und Bots.

Was mir vermehrt auffällt, seitdem ich die Browser-Erweiterung HTTPS Everywhere nutze: Es sind erfreulich viele Seiten, die auch eine https-gesicherte Version anbieten. Und es sind unerfreulich viele Medienseiten, die das (noch) nicht für nötig halten – auch alternet.org kommt unverschlüsselt daher. Nun lebe ich in einem Land, in dem amtliche Übelmänner vergleichsweise wenig Interesse dafür aufbringen, was andere lesen. Aber das ist nicht überall so. Und wenn inzwischen sogar Massen- und Spielzeughoster die Möglichkeit der https-Absicherung per Mausklick und für umme anbieten… Ja, ich weiß (aus eigener Erfahrung), dass es nicht trivial ist, eine ganze umfangreiche Seite mit allen alten internen Links umzustellen. Trotzdem!

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