I stand corrected

Das hätte ich ja nicht für möglich gehalten. Dass mich mein dummes Geschwätz von letzter Woche nicht mehr kümmert, das vielleicht gerade noch (nein, das sogar ganz bestimmt – ist ja immer so). Dass ich aber dem Dark Overlord aus Cupertino, Mr. Steve Jobs persönlich, nahezu öffentlich Abbitte leisten muss und zugebe, dass ein Tablet Computer, wenn auch nicht gerade magic (Jobs), so doch wenigstens revolutionär ist, das erstaunt mich schon mittelschwer.

Was ist geschehen?

Am Wochenende versuchte ich mich als Nutzer eines – nein, nicht iPads; das Gerät meiner Wahl war ein Samsung Galaxy Tab (“für die einen ein Android-Tablet, für die anderen das größte Handy der Welt“), und ich bin mir nicht sicher, ob ich nicht doch einen Blick in die Zukunft des personal computing geworfen habe.

Ich meine damit nicht, was viele am Biotop iPad und nicht ganz so viele an Android-Systemen bemängeln, die Sache mit dem restriktiven kontrollierten Zugang zur Softwareverteilung beispielsweise, der Mangel an “echten“ Programmen oder gar der Möglichkeit, das Dings nach Herzenslust kaputtzukonfigurieren, oder die angebliche oder wirkliche Unmöglichkeit, wirklich kreativ und/oder produktiv mit diesen Dingern zu sein.

Ich meine vielmehr den radikalen Wechsel an der Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine, den uns die Smartphones, beginnend mit dem iPhone, zwar vorgemacht haben, der aber erst jetzt auf Geräten im mainstream ankommt, mit denen man nicht nur kommunizieren, sondern auch auf komfortable Art konsumieren und – eingeschränkt – produzieren kann. Denn wenn wir ehrlich sind: Wir produzieren ja nicht die ganze Zeit, sondern prokrastinieren konsumieren ganz schön was weg, wenn der Tag lang ist. Und das muss nicht vor dem großen Monitor, mit Tastatur und Maus geschehen.

Bye, Tastatur, bye, Maus – in Zukunft patschen wir alle direkt in den Inhalten herum.

Und die Sache mit den Fettflecken auf dem Bildschirm kriegen wir vielleicht auch noch in den Griff.