Herbstkur – Wo bin ich eigentlich?

Neue Woche, neue Erfolge im Abnehmen 2.0 („10 Tage, 10 gelöschte Account“). Heute: mein Gowalla-Account.

Zu allem, was mit Geolocation zu tun hat, habe ich ein gespaltenes Verhältnis. Einerseits finde ich es rasend spannend, in Echtzeit mitzukriegen, wann wer wo ist, andererseits frage ich mich immer wieder: Wozu brauche ich dieses Wissen? Ist denn das Gerät, das mir dieses Wissen mitteilt, nicht auch ein Telefon, mit dem ich Don Dahlmann (um nur ein Beispiel zu nennen) einfach anrufen kann, wenn ich wissen will, wo er steckt?

Denken 1.0, ich weiß. Und trotzdem: Mein Plazes-Account hat darunter schon gelitten, als es noch keine GPS-fähigen Funkquatschen gab, mein Brightkite-Account hatte nur unwesentlich mehr Glück, und heute trifft es eben Gowalla (Foursquare hat bei mir gerade mal einen Tag überlebt).

Dazu kommt auch, dass das ganze Gemache mit Bürgermeistern und Anstecknadeln (virtuellen, versteht sich) nicht nur mir gewaltig auf den Wecker geht. Die wirklich interessanten Funktionen sind – und seien sie noch so abgeguckt – anderswo inzwischen besser untergebracht: bei Twitter und (jadoch!) Facebook mit dem Verorten von Statusmeldungen, bei Google Latitude beim Herausfinden, wo sich Don Dahlmann herumtreibt.

Immerhin: Gowalla lässt mich umstandlos ziehen: unter Benutzer>Einstellungen findet sich auch der Lösch-Link. Und wer wissen will, wo ich bin, sei auf eine Latitude-Bekanntschaft verwiesen.