Herbstkur Pt. 1

Die angekündigte Herbstkur meines Online-Ichs (zehn Tage, zehn Accounts, die geschlossen werden) beginnt mit einem eher unspektakulären Opfer: mein Klout-Account (an dessen Existenz ich erst durch den im letzten Eintrag erwähnten Dienst Qwerly erinnert wurde) soll ab heute (Bruchemer net, fott damet!) der Geschichte angehören.

Klout erzählt mir so spannende Dinge wie, dass ich auf der Basis meines Twitter-Accounts ein conversationalist sei, von soundsovielen Leuten im Netz beeinflusst sei und selbst auch einige Leute beeinflusse, dass ich aber mit meinen Beeinflussern eher selten in Kontakt trete (was leider stimmt – zwei von denen wohnen in der weiteren Nachbarschaft, und mit beiden war ich schon ewig nicht mehr ein Bier trinken!), dass ich überhaupt mehr aus meiner Online-Präsenz machen könnte und sollte, und dass ich mich online gerne über Berlin (aha) und den US-Bundesstaat Delaware (WTF?) äußere.

Quatsch, das. Account wird gelöscht.

Und schon geht’s los. Keinen Link zum Schließen eines Accounts, kein Hinweis, wie sowas gehen könnte. Klout gehört also zu den Diensten, die User gefangennehmen – auch wenn die Gefangennahme nur mäßig dramatisch ist, wenn man die Existenz von Dienst und Account längst vergessen hat. Trotzdem: Mit dieser Sorte will ich in Zukunft nichts mehr zu tun haben.

Da sich Klout vor allem aus meiner Twitter-Timeline bedient, ist die logische Folge: Klout blocken und vergessen. Und Tschüss.