Herbstkur – No tumblr for me

Siebter Tag der blauelektrischen Herbstkur („10 Tage, 10 geschlossene Accounts“), und heute erwischt es einen Dienst, den ich eigentlich sehr mag, der mir nur nicht wirklich ins Imperium passt:

Ladies and Gentlemen, would you please bid a warm farewell to: my tumblr account.

Ja, auch nach dem Wechsel weg von Posterous, hin zu Blogger, und dem endgültigen Abschied von Posterous hatte ich ein Faible für tumblelogartiges Veröffentlichen von Kram und betrieb unter einer Subdomain die bluelectric – Klemmbrett edition.

Bis jetzt jedenfalls, denn drei Argumente sprachen für mich gegen tumblr:

  1. fragmentierte ich meine Blogtätigkeit in einer Art, die für unvoreingenommene Leser intransparent bleiben musste: Texte über einer gewissen Länge und (haha) Schöpfungshöhe hier, der Rest plus Zitate und Links da? Und dann noch nicht einmal eine sinnvoll zu realisierende Querverbindung?
  2. hatte ich das eine oder andere Problem mit Urheber- und Verwendungsrechten. Wenn ich ein Zitat tumblrte (oder wie man das nennt) veröffentliche ich fremdes Gedankeneigentum neu. Das ist unter dem Zitatrecht legitim, macht das Veröffentlichte aber nicht zu meinem Eigentum. Und wenn das Zitat den ganzen Inhalt umfasst (bei Bildern und Videos ist das nun mal so), ist es eigentlich auch kein Zitat mehr. Und…
  3. hat tumblr zwar eine eigene Community, die aber vom Rest der Welt ein wenig abgeschottet ist. Ganz genauso war es übrigens mit der Posterous-Community.

Also lösche ich Subdomain und Account. Und wenn ich in Zukunft was zu teilen habe, mache ich das entweder hier oder über die üblichen Teildienste Twitter, Facebook, Buzz & Co…