Herbstkur – ausdisqustiert

Die Herbstkur 2010 („10 Tage, 10 gelöschte Account“) geht in die Endrunde, und diesmal erwischt es einen im Grunde unschuldigen, weil nicht zeitfressenden Dienst: Disqus, einer der Dienste, die vor ein paar Jahren das Kommentieren auf Websites und vor allem Blogs gleichzeitig zentralisieren und vernetzen wollten. Benutzer konnten sich auf allen disqus-einsetzenden Seiten mit ein und demselben Namen einloggen (heute ist das zunehmend mit Facebook-, Google- und zum Glück auch OpenIDs möglich – übrigens, mit Ausnahme der Facebook-ID, auch auf diesen Seiten!), und sie konnten zentral sehen, welche Kommentare auf anderen Seiten abgegeben wurden.

Letzteres habe ich nie so richtig verstanden, denn viele Kommentare ergeben doch nur im Kontext einer Diskussion einen Sinn (viele noch nicht einmal dann, aber das ist eine andere Geschichte). Trotzdem fand ich Disqus eine nette Idee, so nett, dass ich für die erste Version der Internationalisierung eine deutsche Übersetzung gemacht habe.

Zuletzt benutzt habe ich Disqus in der gestern von uns gegangenen tumblr-Ausgabe von bluelectric.org – einfach weil tumblr Disqus für Kommentare nutzt. Und deshalb geht Disqus jetzt auch den gleichen Weg wie tumblr in meinem Netziversum.

Cue elegische Musik, fallende Blätter etc.

Disqus läßt seine Nutzer übrigens problemfrei gehen: ein Klick, „please allow 48 hours to clean up“ oder so, und das war’s.