Hello World? Anybody Home?

Nanu. Aha. Hm-hm. Ein Weblog also, das das Licht des Netzes erblickt.

Wer aufgepasst hat, weiß, dass ich mich für immer vom Weblogschreiben verabschiedet habe. Am 2. Weihnachtsfeiertag des vergangenen Jahres schrieb ich (und meinte das auch so):

Wer nach Alternativen zum Weblog oder anderen Formen des grassroot journalism sucht, kann kein Weblog nebenher betreiben. Es kostet zuviel Zeit, verführt dazu, in den bewährten und inzwischen etwas ausgelatschten Bahnen zu denken und zu schreiben, stellt keine Herausforderung mehr dar und ist somit nichts als eine Sache der Bequemlichkeit.

Deswegen ist jetzt Schluss. Es ist keine kreative Pause, es ist keine Atempause vor der nächsten Runde Blog 1.0, es ist Schluss.

Was den oder die Leser dieses wundert: Ich habe meine Meinung eben nicht geändert. Nein, die Herrschaften, dies ist wirklich nicht die nächste Runde Blog 1.0. Es ist allerdings auch nicht das angekündigte Bluelectric II; an dem arbeite ich immer noch, und bisher erfolgarm.

Bleibt die Frage: Warum? Perche? Why? Pourquoi denn dann?

Vergangene Woche schrieb die Berliner Zeitung: Internet wird lückenlos überwacht – und war ihrer Zeit damit vielleicht nur unwesentlich voraus. Wer diesen Artikel – oder den entsprechenden in der jeweiligen Lokalzeitung – gelesen hat, kennt die Pläne der Bundesjustizministerin, Internetprovider zur Speicherung der Verbindungsdaten ihrer Kunden zu zwingen (dass dies nicht auf dem Minist der Misterin gewachsen ist, sondern auf dem der Europäischen Union, macht die Sache um keinen Deut besser).

Und dann brüllte mich jemand aus meinem Feedreader – den ich auch als Nichtblogger weiterbeschäftigte – an: Arsch hoch!

Und ich wusste: Es ist wohl an der Zeit, weiterzuschreiben.