Happy Independence Day!

4. Juli. Grandioses Sommerwetter. Wenn ich noch in den U.S. of A. lebte, wäre heute Grillen mit Nachbarn und Freunden angesagt (hey, Grillen können wir hier auch!! Werden wir wohl auch – die Steaks müssen weg…), und ein paar urdemokratische Gedanken über eine der ältesten Demokratien der Welt, und wie schön das Leben auf dieser Welt ist. Und so.

Und dann kursiert ein Link im Netz, ein Link auf eine Geschichte auf ireport.cnn.com, wonach der Meeresboden im Golf von Mexiko fractured beyond repair, also völlig kaputt sei (nicht nur an der einen Stelle, die wir seit elf Wochen im Fernsehen sehen), und wir uns auf eine ökologische Katastrophe einrichten sollen, wie wir sie noch nie erlebt haben.

According to Sagalevich’s report, the oil leaking into the Gulf of Mexico is not just coming from the 22 inch well bore site being shown on American television, but from at least 18 other sites on the “fractured seafloor” with the largest being nearly 11 kilometers (7 miles) from where the Deepwater Horizon sank and is spewing into these precious waters an estimated 2 million gallons of oil a day.

Oha.

Nun bin ich keiner, der sofort auf jede Geschichte anspringt, auch nicht, wenn sie durch die Veröffentlichung auf einer Seite mit dem Gütesiegel CNN geadelt wird. Aber ich habe diese Geschichte – ebenfalls nur als Gerücht, wohlgemerkt! – heute nicht zum ersten Mal gehört, aus einer Ecke, die apokalyptischer Anwandlungen eher unverdächtig ist.

Also nochmal: Ich kann nicht sagen, inwieweit die Geschichte vom durchlöcherten Meeresboden stimmt (ehrlich gesagt: sie riecht stark nach einem Hoax, come to think of it). Ich halte aber, und damit komme ich zum Einstieg zurück, liebe U.S. of A., diese Geschichte und den heutigen Unabhängigkeitstag für einen guten Anlass, mehr Unabhängigkeit nicht nur zu erklären, sondern zu leben. Unabhängigkeit von

  • fossilen Brennstoffen
  • übermächtigen, nur sehr bedingt transparent arbeitenden Konzernen (hallo BP, hallo Halliburton!)
  • von derartigen Konzernen gelenkten Volksvertretern
  • konventioneller Denke („Et hat noch emmer jotjegange…“)
  • unsolidarischer Denke.
Na, USA, na, Welt, wie wär’s?