Gute Nachrichten schlechte Nachrichten

Es ist alles ein wenig verwirrend. Die folgenden Nachrichten sind jedenfalls exklusiv für mich bestimmt. Wie üblich, handelt es sich um gute und schlechte Nachrichten zur gleichen Zeit. Bitte anschnallen und das Rauchen einstellen – los geht’s:

Seit einer halben Stunde bin ich stolzer Besitzer eines Home LAN. Das bedeutet, dass mein PC und mein Notebook endlich über eine Ethernet-Leitung diplomatische Beziehungen aufgenommen haben, und dass ich endlich auch mit grossen Bildern oder Tönen Dateienbillard spielen kann. Das ist eine gute Nachricht. Und Dateienbillard hört sich irgendwie unanständig an.

Seit einer halben Stunde weiss ich aber auch, dass man eben nicht alles im Leben zugleich haben kann. Weil das LAN an einem USB-Anschluss hängt (die „echte“ Ethernet-Karte ist ja mit der Internet-Verbindung beschäftigt), wird die WebCam eifersüchtig und schmollt, bis ich das Notebook wieder abkoppele. Weshalb mich auch in Zukunft keiner beim Dateienbillard beobachten kann. Was eine schlechte, aber auch wieder eine gute Nachricht ist. Irgendwie.

Seit einer halben Stunde kann ich aber auch von zwei Computern gleichzeitig auf die DSL-Verbindung zugreifen. Im Sinne partnerschaftlichen Surfens ist das eine gute Nachricht.

Seit einer halben Stunde bin ich jedoch auch im Besitz einer Email meines DSL-Providers. Der ist endgültig pleite und dreht mir den Saft am 15. März um Mitternacht ab. (Wenn danach also statt eines unheimlich aufregenden Webcam-Bildes nur noch ein unheimlich aufregendes Standfoto rechts oben auf dieser Seite zu sehen ist – that’s why!) Das ist selbstverständlich eine schlechte Nachricht.

Eine gute Nachricht ist dagegen, dass mein DSL-Provider pleite geht. Denn irgendwie hatte sich das ja schon abgezeichnet, weshalb ich bei einem anderen, grösseren Provider schon einen neuen Account bestellt habe, der mit etwas Glück bis zum 15. März installiert ist. Weshalb ich – dank der Pleite des anderen Providers – nicht doppelt bezahlen muss, obwohl der erste Vertrag – hey! Nicht einschlafen da hinten!!

Was will uns das alles sagen? Folgendes: Ihr, die Ihr da meint, von der Telekom um ein sorgenfreies HiSpeed-Dasein zum Flatrate-Tarif gebracht zu sein – frohlocket und fallt in wildem, hemmungslosem Sex übereinander her, denn Ihr wisset wenigstens, woran Ihr seid. (Minderjährige Leser haben das jetzt selbstverständlich nicht gehört bzw. gelesen)

Keine Links zu speziellen Plätzen im Netz heute. Weil ich das hier dank eines Absturzes von Opera (?????) gerade zum zweiten Mal tippe und jetzt keinen Bock mehr habe. Nur soviel:

Der Anteil der vernetzten Amerikaner an der Gesamtbevölkerung hat gerade eben 65% erreicht – und, einer neuen Studie zufolge würde, vor die Wahl gestellt, ein Drittel dieser 65% lieber ihren Fernseher aus dem Fenster werfen als ihren Internet-Zugang. Was jetzt irgendwie eine blöde Formulierung ist, weil man vielleicht Computer aus dem Fenster schmeissen kann, aber keine… schnarch!