Geheimbloggen

Dass es nicht ohne Risiko ist, Berufliches zum Weblog-Thema zu machen, wissen Freiberufler wie Angestellte unter uns schon länger (eines der frühen Opfer war www.blue-pixel.de, aber daran erinnern sich nur noch die Alten in Klein-Bloggersdorf). Dass es definitiv riskant ist, aus dem Berufsleben eines CIA-Mitarbeiters zu bloggen, können wir uns genauso gut denken (doh!) wie Christine Axsmith, die im Auftrag der CIA Software testet. Und doch fing Mrs Axsmith an zu bloggen – in einem Weblog im Intelink, einem passwortgeschützten Intranet, zu dem nur ihre Kollegen mit einer security clearance Zugang hatten.

Und jetzt hat Mrs Axsmith ihren Job trotzdem verloren, wie die Lokalzeitung berichtet. Der Auslöser war nicht etwa Geheimnisverrat im Internet und auch nicht ihr kritischer Artikel über die CIA-Kantine, sondern – ihre Ansichten über die Genfer Konvention (sie ist für die Einhaltung derselben), die sich offenbar nicht mit denen ihrer Vorgesetzten decken. Offizielle Begründung: Diese Ansichten hätten im Intelink nichts zu suchen; Blogs an dieser Stelle seien nur für die Projektarbeit da. Und für die Kantinenkritik.