Gefällt mir

Test unserer Aufmerksamkeitsspanne: Wer erinnert sich noch an die Zeit, als Facebook den „Like“-Button einführte (ist ja – in Internet-Zeiteinheiten – schon so lange her, dass es schon fast nicht mehr wahr ist)? Und eine Zusatzfrage: Wer erinnert sich noch an all die düsteren Artikel, in denen das baldige Ende von Google als Internetmacht vorhergesagt wurde, weil jetzt die Linkhäufigkeit (Google) durch die soziale Verlinkung (Facebook) ersetzt werden würde?

Gerade eben fielen mir mal wieder Tomaten von den Augen, und ich wusste, woher ich das Konzept des Facebook’schen „Like“-Buttons schon kannte:

Richtig: Aus Google Buzz.

Die Idee, Daten über die Interessen und Vorlieben seiner Benutzer zu sammeln, ist nicht erst bei Facebook entwickelt und umgesetzt worden. Zwar hat Facebook mit den immer wieder genannten 400 Millionen Usern eine unvergleichlich größere aktive Benutzerbasis als Google Buzz (GMail/Googlemail hatte im letzten Jahr noch 146 Millionen User, und es ist stark zu bezweifeln, dass alle davon auch Google Buzz nutzen); die Verknüpfung aus beiden Datenmengen, Links und Vorlieben, wird aber bei Google stattfinden. Fehlt nur noch etwas Vermarktung.

Wahrscheinlich bin ich der letzte, der das gemerkt hat. Umso bekloppter, als ich mir mit dem gleichzeitigen Einbau von Facebook-Button und Buzz-Button die beiden großen „Gefällt-mir“-Klicksammler längst ins Haus geholt habe.