Ganzheitlich? Pfff…

„Du hast nach der OP viel zu schnell wieder angefangen zu arbeiten.“ Wenn einem so gut wie alle (Ehefrau, Tochter, Chefin, die Kollegen, die Ärzte…) diesen oder einen ähnlichen Satz sagen, dann ist es entweder eine Verschwörung, oder sie haben vielleicht Recht. Vielleicht.

Was war geschehen? Dass ich im Sommer zuerst Frank Schrittmacher und dann noch ein paar Herz-Ersatzteile bekommen habe, wissen regelmäßige Leser dieser Seiten. Das ich schon vorher gelegentlich vor Migräneschmerzen in die Tischkante biss oder mir mit krampfartigen Hustenanfällen selbst die Atemluft weghustete, was in dekorativen Ohnmachtsanfällen enden konnte, wissen aus meiner Umgebung auch eine Reihe von Menschen.

Drehschwindel (Symbolbild)
Drehschwindel (Symbolbild)

Seit den Operationen in diesem Sommer sind nun noch weitere Ausfallerscheinungen hinzugekommen: vermehrte Sehstörungen (Migräne?), Schmerzen in rechtem Arm und rechtem Bein (?), kurze, aber heftige  Schwindelanfälle (im Sinne von Karussellfahren, nicht von Die-Unwahrheit-sagen), Schwächeanfälle, Desorientierung (die Oktober-Affäre). Kurz: Aloha! (Das ist hawaiianisch und heißt, according to Phyllis McNamara in dem Film „Eins, zwei, drei“: Mir reichts!) Und weil ich glaub(t)e, dass alles mit allem zusammenhängt, ließ ich mich noch einmal komplett durchchecken…

…z.B. vom Kardiologen. Der fand alles supergut™: Heilungsverlauf, Herzaktivität, Blutdruck, you name it. Und schickte mich zum Neurologen. Der war Chefarzt in der neurologischen Abteilung eines Berliner Krankenhauses und hatte das ganze Programm, äh… auf dem Programm: EEG, Computertomografie ohne und mit Kontrastmittel („Jetzt wird’s gleich sehr warm im Kopf.“), Gleichgewichtstest, you name it. Vier Tage lang behielt der Chefarzt mich da (deshalb auch gleich wieder eine Blogpause im Blog) und fand am Ende alles supergut™ in meinem Kopf: Blutgefäße in Ordnung, Gehirn auch, soweit man das nach 15 Jahre Blogvollschreiben noch erwarten kann, Nervensystem einigermaßen beisammen. Und die Schwindelanfälle? Wohl nur eine weitere Erscheinungsform meiner Migräne. Nehmen Sie eine von diesen jeden Abend.

Warum ich das alles aufschreibe? Erstens: weil es geht™. Zweitens: Irgendwie hatte ich ja gehofft, dass in so einem menschlichen System Körper alles mit allem zusammenhängt und es eine Erklärung für mehrere Probleme gibt.

Pustekuchen. Die Schmerzen in Arm und Bein wurden zur Kenntnis genommen und wg. Nichtzuständigkeit nicht weiter erklärt, ebenso die schon seit Jahrzehnten auftretenden Hustenanfälle und die einmalige Oktober-Affäre. Ist wohl alles part of me und damit mein Problem, hat aber nach bisheriger amtlicher Erkenntnis nichts mit den Ereignissen dieses Jahres zu tun. Pffft. Soll ich jetzt zum Schamanen gehen?

Soweit kommt’s noch.

2 Gedanken zu „Ganzheitlich? Pfff…“

  1. Ich hoffe sehr, dass sich die Ausfallerscheinungen auch ohne einen Schamanenbesuch wieder in Richtung Konstantin fühlt sich supergut™ und wird nicht nur so diagnostiziert, bewegen.

    Happy Jahresendzeit auch, be good, take care.

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