Fragmentation without Representation

Wahlnacht, 0:30. Der Auftrag: Zu sehen, wie Live-Wahlberichterstattung im Netz stattfindet – um zu sehen, wie es die anderen, vor allem die social media es machen.

Erster Eindruck, lange vor dem ersten Ergebnis: Jeder kann sich sein eigenes Programm zusammenstellen (ach was!), und anstatt sich vor dem Lagerfeuer des guten alten Bildschirms zu versammeln, fragmentiert sich die Netzgemeinde (ach was!). So viele Browserfenster und -tabs kann ich gar nicht aufmachen, wie ich gerne möchte…

Derzeit im Focus: Die Live-Maps der Huffington Post und der Washington Post. Romney ist derzeit weit in Führung, was aber gar nichts sagt, weil die Karten die Auszählungsergebnisse offenbar wahllokal- oder wenigstens -bezirksweise anzeigen.

Nachtrag: Natürlich kann auch die New York Times sowas.

Und hier sehen wir live, wo Facebook-Mitglieder gewählt haben (aber nicht, wie).

Es war vielleicht doch nicht so falsch, dieses Seminar über Datenjournalismus besucht zu haben. Scheint eine größere Rolle zu spielen heute abend (ach was!).

Hinweis: Auch der Titel dieses Beitrags ist ein Kalauer. Wer weiß, was damit gemeint ist, darf dieses Wissen behalten.