Flockig

So weit ist es gekommen: Nach fast fünfzig Jahren auf diesem Planeten (wann werde ich eigentlich wieder abgeholt?), fast 25 Jahren Berufserfahrung im Mediengeschäft, 16 Jahren im Netz, 3 grundverschiedenen Betriebssystemen auf dem Buckel und überhaupt…

…bin ich von einem Browser beeindruckt.

Sie haben richtig gelesen, verehrte Leserschaft: Autor dieses, abgebrühter User aller möglichen Mozillas, Operas, KHTMLs/WebKits und (ja, ich gestehe) in früheren Jahren auch Internet Exploders, ist von einem Browser beeindruckt.

Soll ich es nochmal in Fettsatz hinschreiben? Nö, you get the picture auch so.

Was ist geschehen? Nach ursprünglich leichtem Interesse und nachfolgendem starken Desinteresse, aber im Licht der Neuen Vernetztheit, habe ich gestern abend Flock heruntergeladen und installiert. Talk about an integrated experience.

Flock war von Anfang an (irgendwo im Archiv, aber nicht online, sondern in weiß der Geier welchem Datenbankbackup, habe ich sogar mein erstes Posting zum Thema noch) als der Browser für das Social Web geplant. Sowas gab es damals wohl schon, aber es hatte mich nur mäßig interessiert. Das ist in letzter Zeit anders geworden…

Flock ist zuerst einmal ein aktueller Firefox. Dann aber ist es ein Firefox, der den Support für inzwischen 18 Dienste (die nicht alle unter die Überschrift Social Web fallen, es sei denn, man zählt auch Webmail dazu, aber egal) integriert – und integriert ist hier der richtige Ausdruck. Flock erzeugt on the fly einen Livefeed mit Funktionslinks zu allen Regungen der eigenen Freunde in Facebook, Twitter, flickr und YouTube, bietet einen integrierten Blogeditor (auf dem ich das hier schreibe), einen Bildhochlader für flickr, Picasa, Facebook, einen Twitter-Client, ein Web-Clipboard für Inhalte, die man erst später weiterverwerten will, einen Feedreader (den ich zugunsten des handgeschnitzten Produktes der Fa. Guglrieder nicht nutze), einen Bilderbalken, in dem man sich seinen eigenen Fotostream aus Online-Quellen zusammenstellen kann…

Nee, ist noch nicht zu Ende, die Liste. Zu Ende ist dagegen dieser Eintrag, und zwar mit folgendem kurzen Fazit:

Egal, was Ihnen andere erzählen: Für die Nutzer von Flickr, Twitter & Co. gibt es schöne Clients in allen möglichen Ausführungen, es gibt Firefox-Extensions und -Toolbars. Und es gibt Flock. Aficionados sollten ihn testen. Jetzt.

Blogged with the Flock Browser

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