Five Minutes of Parum

Seine 15 Minuten Ruhm, nuja, höchstens fünf Minuten Ruhm hat der pensionierte Lehrer Wilhelm Meier aus Parum bei Güstrow erreicht mit seiner Aktion „Parum vs. The Evil Empire alias Google Street View“ (das dürfte übrigens das erste Mal sein, dass ich die Schweriner Volkszeitung verlinke) (und das letzte Mal auch). In nahezu rührender Naivität schreibt Meier im Namen aller 70 Parumer an den Bundesdatenschutzbeauftragten:

„Um möglichst wenige Daten an die Firma Google auszuliefern, wäre vermutlich Ihr Wort genug, um ein Tabu über ganz Parum zu erklären, sogar, ohne dass die einzelnen Namen und Unterschriften dem Privatunternehmen auszuhändigen wären – was freilich notfalls auch in Frage kommt.“

Schaar erklärt sich für die Erklärung von Tabus als nicht zuständig, weshalb Ali Meier und die 70 Parumer jetzt einzelne Verpixelungsanträge stellen wollen.

„Parum ist ein Ort, den es für Google hinsichtlich seiner Einwohner und Privatbereiche nicht gibt.“

Hier jedoch irrt Meier. Und was die rechtliche Lage – Panoramafreiheit, Häuser und ihre dem öffentlichen Verkehrsgrund zugewandten Fassaden haben keinen Anspruch auf Privatsphäre – angeht, auch.

(Vor der Veröffentlichung wurde dieser Blogeintrag von allen allzu billigen Witzen über die Bedeutung Parums und das Interesse, das der Rest der Welt an dem Kaff Ort haben könnte, bereinigt.)

Nachgedanke: Ob Google künftig bei Suchanfragen aus Parum auch nur verpixelte Suchergebnisse zurückliefern darf?