Feier-Igel

Einen der am weitesten am Ziel vorbeigehenden tags dieser Woche, wenn nicht des ganzen Vierteljahres liefert Yahoos geheimnisvoller fire eagle, ein Lokalisierungsdienst der anderen – und zur Abwechslung vielleicht auch mal nützlichen – Art.

Wer nämlich eine Beta-Einladung erhalten hat, bekommt nach dem Login den Satz „Share your location online!“ schwarz auf orange entgegengehalten. Und was auf brightkite oder auch good ol‘ plazes (Gruß nach Mitte!) zutrifft, nämlich die zweifelhafte Möglichkeit, anderen mehr oder weniger automatisiert mitzuteilen, wo man sich gerade aufhält, ist in meinen Augen eben nicht der Sinn und Zweck des Feierigels.

Gut, fire eagle sammelt von allen möglichen Diensten, auch den gerade angegebenen, Informationen darüber, wo sich der Kunde jeweils befindet. Aber entweder bin ich zu doof, es zu finden, oder der Dienst bietet wirklich keinen Aufenthaltsfeed an (den man ja auch nicht braucht, weil es erstens schon andere Dienste gibt und zweitens ich es mir schon oft vorgenommen habe, einen Herrn -ix oder y irgendwo zu konfrontieren – rein freundschaftlich, versteht sich – es dann aber doch nie geschafft habe).

Stattdessen bietet der Feierigel an, den aktuellen Aufenthaltsort des Benutzers einem anderen Dienst zur Verfügung zu stellen. Und schon erwische ich mich dabei, mitten in P’Berg auf der Straße die Wikipedia-Einträge zu Einrichtungen, Bauwerken und sonstigen Dingen in meiner unmittelbaren Umgebung zu lesen.

Und das finde ich neu, verspielt und ein bißchen genial.

Anmerkung: Liebe Datenschützer, die Gefahr, die von derartigen oder auch ganz anderen social services ausgeht, kann man ganz einfach umgehen, indem man sie nicht nutzt. Wird keiner gezwungen.

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