Erkenntnisse, ohne Zusammenhang

Es muss ein Zeichen für das Verschmelzen von new economy und old economy sein, wenn neue Computer aussen genauso riechen wie neue Autos innen. Habe zur Bestätigung dieser Theorie soeben eine Probefahrt unternommen. Daher stammt meine nächste Erkenntnis:

In der Pflanzenwelt heissen sie „Kletten“, in Arlington, VA „Autoverkäufer“. Bzw. (laut Visitenkarte) „Sales Profesional“ (für das noch fehlende „s“ ist wahrscheinlich ein saftiger Aufpreis fällig). Nicht einmal der Hinweis auf die Tatsache, dass man das Geld für den Kauf eines Neuwagens einfach nicht hat, lockert den Griff des fürsorglichen Verkäufers.

Puh, gerade noch einmal entkommen. Wie die beiden legendären norwegischen Bettelmönche, Gottvaterson und Heiljergeist, die – wie jeder Leser der „Welt im Spiegel“ (selbst bei Zweitausendeins längst vergriffen) weiss – in einem klapprigen Fjord… aber das führt jetzt eindeutig zu weit.

Ein Schock für den Wellenreiter und andere Mac-Fundis: PC bleibt Pflicht in den USA. PC wie in Political Correctness (aber erschrocken seid Ihr doch, wa?), wie die Leserbriefseite in der heutigen Ausgabe der Washington Post beweist. Es bleibt daher weiterhin – und das gilt auch für die Comic- und Satire-Seiten der Post – verboten, sich über Italiener, indianische Ureinwohner oder Dorfdeppen lustig zu machen.

Schade eigentlich. Aber Witze über andere Ausländer sind noch legal, und das ist gut so (zugegeben, nicht der Brüller, aber „Der Flughafen Fleischenkoppers“ hat mich doch lebhaft an die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft erinnert, die mir manchmal bei Passkontrollen in Frankfurt entgegenschlägt).