Erdbeeren mit…

Milch, Rohrzucker, Traubenzucker, Maissirup, Sahne, Chicoree-Extrakt, fettfreie Milch, weniger als 2 % Zellulose, Mono- und Diglyceride, künstliche Aromastoffe, Lecithin, Farbstoff, Guarkernmehl; Treibmittel: Stickoxid.

Whoa! Warum tu ich mir und den Erdbeeren das an? Weil ich meine Brille vor dem Erdbeerenessen nicht aufsetze und das Kleingedruckte auf der Sprühdose deshalb nicht lesen kann.

Flashback! Ein kleiner Junge in Lederhosen (ja, ja…) und kariertem Hemd, das Einkaufsnetz mit zwei ausgespühlten gläsernen Milchflaschen in der Hand, auf dem Weg zum Milchladen. Die Milchfrau hinterm Ladentisch. Auf dem Ladentisch eine grosse, stahlglänzende Zapfanlage. Die Milchfrau nimmt die gespülten Flaschen und füllt sie aus dem Zapfhahn wieder auf. Kräftiger Frauenarm betätigt grossen Pumphebel. Einmal für einen halben Liter, zweimal für den ganzen. Dann kommt die Flasche unter den Apparat, der razzfazz eine silbrig glänzende Folie über den Flaschenmund spannt. Sahne dagegen gibts nicht aus dem Hahn, sondern fertig verpackt in kleinen, braunen Glasflaschen, mit goldglänzender Verschlussfolie.

Wie alt muss man sein, um sich an sowas noch zu erinnern?

Noch ein Flashback, diesmal aus der Abteilung „Horrorfilm und Alltag“: Selber kleiner Junge darf beim Schlagen der Sahne mit dem damals topaktuellen Rührstab (Krups?) zugucken. Und findet den Rührstab faszinierend. Und will deshalb den auslaufenden Rührstern mit dem Finger aufhalten.

Rotes Blut in weisser Schlagsahne.

Kleine Jungs können grosse Idioten sein.

Programmhinweis: Heute abend, 23.00 Uhr MEZ. InternetRadio. Experiment. Wenn alles klappt und der DSL-Anschluss mitspielt. AIM: kleinusaDC. Bitte keine Musikwünsche.