Entwicklungsstufen

Ich räume den Schreibtisch auf. Martin Röll ist schon einen oder fünf Schritte weiter und macht sich Gedanken über kollektive Intelligenz:

Wie wir arbeiten wird ganz anders als früher. Ich arbeite mit Leuten zusammen, die da draußen sind. Ich kann sie sehen – in Plazes, in Skype, im Instant Messaging. Ich weiß, wer sie sind, ich weiß, was sie machen. Ich weiß, worüber sie nachdenken und wie sie worüber was nachdenken. Ich weiß, in welchen Dingen sie sich besser auskennen, als ich und ich habe gewisse Ahnungen von den Dingen, über die sie Bescheid wissen, von denen ich gar nichts weiß.

Wenn ich sie brauche, kann ich schauen: Ich sehe sie im Instant Messaging. Haben sie Zeit? Ich kann nachfragen. Mit ihnen kann ich Dinge erarbeiten, die ich alleine nie erarbeiten könnte.

Zu Ende gedacht, worüber ich schon lange, und immer noch nachgrübele. Und sofort habe ich meinen treuen Kopete angeschmissen (wir erinnern uns: Ersatz-MacBook ist noch nicht eingetroffen, Linux ist immer noch das Betriebssystem du jour an diesem Schreibtisch) – nur um nachzusehen, wer sonst noch online ist. Ein gutes Gefühl.