Ein erster Workflow...

EIn Blick vom Schreibtisch nach links: Draußen ist ein schönes Spätsommertag. Der Blick auf das Henndie sagt: 26 Grad. Und ich sitze am Schreibtisch und nicht im Café.

Was zuletzt geschah:

  • Ich habe die erste Hälfte der vom Nachbarn aus Neukölln empfohlenen Einführung “Das ZEN von Pandoc: Bücher und E-Books einfach und professionell produzieren (Amazon-Link)” von Jan Ulrich Haseke gelesen und verstehe jetzt (mehr/weniger) den Sinn und den Basis-Workflow von und mit Pandoc.
  • Ich habe daraufhin MiKTeX installiert, eine von mehreren Windows-Implementierungen von LaTeX - und die einzige, die ich zum Laufen bekommen habe (und das auch erst im zweiten Versuch). Ohne LaTeX-Unterbau will nämlich auch der von mir getestete PanWriter nichts als PDF exportieren - und das ist doch mein heimlicher Traum… Immerhin: Mit MiKTeX hat der PanWriter meine MarkDown-Dateien ordnungsgemäß als PDF exportiert, und als Word-.docx, und in ein paar andere Formate auch. Alles in Standardkonfiguration, aber irgendwo muss der Mensch ja anfangen.
  • Stichwort “anfangen”. Weil Haseke (s.o.) offenbar auf einem Mac arbeitet und auch sonst vor allem auf *nices verweist, habe ich einen unbenutzten PC (buchstäblich) entstaubt und zuerst Ubuntu und dann doch (aber das ist eine andere Geschichte) Linux Mint installiert. Zusammenfassung: PanWriter gibt es offenbar nur als Snap-Anwendung für Snap-unterstützende Betriebssysteme (lies: Ubuntu), und dann läuft das Ding da nicht mal. In den Debian-Quellen von Linux Mint finde ich PanWriter noch nicht einmal, dafür aber…

Die Entdeckung

Ta-dah! Hiermit entdeckt: Typora, ein MarkDown-Editor, der - ebenso wie PanWriter - Exporte via Pandoc unterstützt, und den es für Linux, Windows und MacOS gibt. Den Ruhm des Erstentdeckers kann ich leider nicht für mich in Anspruch nehmen; der Nachbar hat sich schon 2018 damit beschäftigt und schien damals durchaus angetan davon - mit Ausnahme der Tatsache, dass Typora keine Open-Source-Software ist und nach Ablauf des Betatestes eine Lizenz gekauft werden müsste.

Tscha. Die Lizenz kostet US-$ 14.99 bzw. € 18,55 (hm wa?) und ist deshalb bezahlbar. Und Typora ist jetzt bei mir unter Windows und Linux zuhause, und ich schreibe und importiere und exportiere und es ist 1 wahre Pr8!

Es ist soweit

Das Problem mit dem Zettelkasten und dem dahinter liegenden Prinzip ist in dieser Woche einer Lösung oder auch nur ein bisschen mehr Klarheit nicht einen einzigen Schritt nähergekommen (ich mache meine Notizen immer noch in Joplin, der/die/das auch unter Linux läuft und sich über ein simples WebDAV-Verzeichnis auf allen, ja: allen meinen Systemen synchronisiert). Aber einen ersten, sehr rudimentären Workflow für das Schreiben und Arbeiten mit Pandoc habe ich jetzt:

Typora (oder jeder andere Texteditor, mit dem ich .md-Dateien erzeuge) > Pandoc > Export als PDF, Word-Doc, epub, wasnichtsonstnochalles.

Jetzt können die Ideen fließen!