DotMesh

Eine gesunde Mischung aus Fach-, Halb- und Nichtwissen ist es, die diese Seiten und auch ihre Vorgänger seit dem Herbst 2000 befeuert. Und mit dieser Mischung lese ich interessiert Äußerungen wie diese („ungefähr 5 Stunden ago“):

Staue mich im Bus durch München und lese erstaunt die Berichte über Microsoft Mesh.

Hier also kein Stau, kein Bus und – s.o. – bis gerade eben auch kein besonders großes Interesse an LiveMesh. Eine Veranstaltung, von Microsoft mit großem Trara inszeniert und bisher auch nur für Microsoft-Betriebssysteme verfügbar – so what?

Bis gerade eben, eben. Da las ich doch in dem mir zunehmend ans elektrische Herz gewachsene Machinist Blog (obacht, kommerzielle Veranstaltung!) die goldenen Worte:

What the hell is Microsoft’s Live Mesh?

Ja, what indeed?

Autor Farhad Manjoo listet auf, was er an Informationen zu Live Mesh sammeln, finden und erjagen konnte: Online-Anwendungen, cross-platform (zumindest, solange die Plattform Windows heißt, kicher), voll mit Web-Standards, sharing is caring, Applaus, Herrschaften etc.

Vielleicht ein bisschen hinterhältig, dass er Microsoft selbst zitiert:

Live Mesh is a „software-plus-services“ platform and experience from Microsoft that enables PCs and other devices to „come alive“ by making them aware of each other through the Internet, enabling individuals and organizations to manage, access, and share their files and applications seamlessly on the Web and across their world of devices.

Ah, so, ja. Also eigentlich keine Ahnung, was Live Mesh nun wirklich kann und soll. Oder, in Fanjoos Worten:

[…] we’ll have to see whether Microsoft delivers on its cross-platform talk, and whether developers will flock to create Mesh-enabled programs that would make it truly useful.

One has reason to be dubious that Microsoft will do all that.

OK. Soweit der Fachmann. Der fachlich vorgebildete Halblaie (s.o.) erinnert sich in diesem Zusammenhang an das Jahr 2000 (oder so), als ein aufgeregter Steve Ballmer, damals noch zweiter Mann hinter Bill Gates, sich alle Mühe machte, das neue Microsoft-Framework .NET allgemein verständlich zu machen – und scheiterte. Auch damals war offensichtlich selbst in der Microsoft-Chefetage nicht jedem klar, was das neue Produkt eigentlich sollte. („Verwirrung: Im Zuge des Marketings wird nach Microsofts Gewohnheit versucht, alle anstehenden Neuentwicklungen unter einen, den .NET-Begriff, zu fassen, wodurch selbst Fachleute einschließlich Microsoft-Mitarbeiter nicht mehr verstehen, worum es eigentlich geht.“ – Wikipedia.org)

Vielleicht sollte man Live Mesh noch eine Weile von außen betrachten. Fällt mir nicht schwer, so ganz ohne Internet Explorer und Active-X-Plugins.

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