Der rote Rockstar

Als gelernter RIAS-Redakteur wusste ich schon vor 20 Jahren, wer Dean Reed war – ein in den USA eher erfolgloser Rock’n’Roller, der zu seiner Überraschung im Ausland seine Starqualitäten bewies, zunächst in Chile, dann hinter dem, was wir Kalten Krieger als den Eisernen Vorhang kannten. Reed wurde zum Genossen Rockstar (so der Titel der gerade wieder aufgelegten Biografie), zog nach Ost-Berlin, begeisterte den gesamten Ostblock mit seiner Mischung aus Parteilinie und West-Showbiz und starb 1986 unter nicht ganz geklärten Umständen, wie es in dem Buch heißt, in Ost-Berlin.

He toured all over the Eastern Bloc, made „spaghetti westerns“ with Russian star Yul Brynner, sang „Venceremos“ for Chilean laborers under Pinochet, and „Ghost Riders in the Sky“ for a finger-tapping Yasser Arafat. On „60 Minutes“ in 1985, Reed told Mike Wallace that before singing „My Yiddishe Momma“ for Arafat he confessed that although he did not believe in Zionism, he loved the Jewish people, to which Arafat replied „That’s OK, Dean, I have nothing against the Jewish people.“

Der oben verlinkte Salon-Artikel weist nicht nur auf die Neuauflage der Biografie hin (vielleicht was zum Lesen an langen Sommerabenden?), sondern erinnert auch daran, dass Tom Hanks vor kurzem die Filmrechte an der Geschichte erworben hat. Vielleicht auch was zum Gucken an langen Kinoabenden im nächsten Jahr?